Notizen,
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mich oft veranlaßt, das Wvrt des Brutus: Tugend, du bist nur ein Name! auszusprecheu, und unterließ es nur, weil ich deiner gedachte. So! Nun siehst du, in welcher Stimmung ich zu dir zurückgekehrt bin, meine arme Adele, die du mich so gern zu einem liebevollen, gläubigen Menschen machen wolltest. Bitte, schweig! Ich weiß, was du sagen willst; weiß, daß das Unrecht auf meiner Seite ist. Ich hatte falsches und wahres Licht vor den Augen; statt meinen Blick auf die Sterne des Himmels zu richten, bin ich Irrlichtern nachgelaufen und habe mich in den Sumpf locken lassen. Kemist du hier auf der Welt ein Wesen, zu welchem ich wie zu einem Sterne emporblicken könnte? Ja, ich kenne es.
Nenne es nicht, ich bitte dich. Der Stern, den du mir zeigen willst, steht vielleicht zu hoch für mich, und ich bin noch immer zu stolz, als daß ich mich ohne weiteres für besiegt erklären könnte. Laß mich gewähren, meine gute Adele. Ich habe seit gestern mit einer innern Aufregung zu kämpfen; ich fühle, daß ich der körperlichen Abspannungen und der Öde in meiner Seele müde geworden bin. Ist dies der Einfluß der friedlichen Luft, die mich in deinem Hause umgiebt? Wird er ebenso wie früher mein Seelenleiden lindern? Vielleicht mich ganz und gar heilen? Ich weiß es noch nicht, ich will erst darüber nachdenken. Es wird das beste sein, daß ich mich den Eindrücken meiner Seele überlasse und abwarte, wohin sie mich sichren. Wenn ich am Ziele angelangt sein werde, so wird es mir klar werden, ob ich dies Ziel segnen oder verwünschen soll.
(Fortsetzung folgt.)
Notizen.
Die Politische Bewegung in Würtemberg. Man darf sagen, daß das neue Leben, welches seit dem Heidelberger Tage, dem 23. März 1334, in den nativnalliberalen Kreisen erwacht ist und sich vom Süden aus unwiderstehlich auch über den Norden ausgebreitet hat, seine Entstehung gutenteils der festen Haltung verdankt, welche die „deutsche Partei" Schwabens in allen Reichsfragen seit 1371 beobachtet hat. Was von dein Generalstab der 42 in Heidelberg entworfen, was in Neustadt a. d. H. vor fünftausend Wählern aus nah und fern erläutert, was in Berlin von dem gesamtdeutschen Parteitag von 480 norddeutschen und 70—80 süddeutschen Delegirten — darunter 50 Baiern, 15 Badenern und 4 Würtem- bergcrn — gutgeheißen worden ist, das hat die deutsche Partei Würtembergs von jeher verfochten. Nnr in der Frage der Reichseisenbahnen, die unleugbar an die Grundlage der Existenz der Einzelstaaten rührt, wenn wir auch nicht behaupten wollen, daß sie dieselbe notwendig zerstören müßte — nur in dieser hat die Partei sich gespalten und in ihrer Mehrheit eine ablehnende Haltung angenommen; in der Frage des Tabaksmonopols hat sie tapfer Stand gehalten, und die ihr angehörigen