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Zu dem Kapitel vom weiblichen Beruf.
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Der Dichter von Dreizehnlinden.

doch, diese tausend Mark sind eine Summe, die für den entscheidendsten Schritt im Leben des Menschen gar schwer ins Gewicht fallen kann. Der junge Mann bedarf eines kleinen Betriebskapitals, oder einer Kaution, oder eines Einschusses, es braucht vielleicht nur wenig zu sein, aber etwas ist nötig. Und nun denke man sich ein Mädchen im Besitze dieser tausend Mark, die nicht mit Bildung vollgepfropft ist und keine blcme Brille trägt, die sich nicht abquält, ihre Zög­linge über Lessings Laokoon oder über englische Literaturgeschichte zu unterrichten, sondern die ein Geschäft treibt, welches sie ganz besonders tüchtig macht zur Haushaltung, welches sie gesund und frisch und thätig erhalten hat, sodaß ein frischer, gesunder Mensch auch wirklich seine Freude an ihr haben kann. O ihr alten Mädchen, schlägt euch nicht das Herz, wenn ihr euch fragt, was hätte werden können, wenn dies statt des elenden Gouvernantenloses euer Los hätte sein mögen?

Erzieht unsre Mädchen zu künftigen Hausfrauen, laßt sie lernen, sich auf diesem Wege nötigenfalls ihr Brot zu verdienen, und sorgt, daß sie lieber ein Stück Geld als einen Haufen Schulweisheit haben! Gvuveruanten aber mögen in Zukunft nur diejenigen werden, die wirklich für dieses Fach eine starke, natürliche Neigung und Begabung an den Tag legen; dann wird sich auch die Wertschätzung dieses Standes allmählich wieder heben.

Der Dichter von Dreizehnlinden.

nter andernNovitäten" gelangte kürzlich ein Epos und ein Bändchen gesammelter Gedichte auf unsern Büchertisch, das letztere mitsiebente," das erstere gar mitzwanzigste Auflage" bezeichnet, und wir entsannen uns nicht einmal, den Namen des Dichters, F. W. Weber, schon vernommen zu haben! Auflage und Auflage kann allerdings etwas sehr verschiednes sein, und wer in literarischen Verhält­nissen kein Neuling ist, hat gewiß schon von Gedichten gehört, die immer gleich zu vier Auflagen auf einmal die Presse zu verlassen pflegten. Aber neunzehn Auflageu bedeuten unter allen Umständen eine ansehnliche Menge von Exem­plaren, und daß diese so in der Stille abgesetzt werden konnten, damit muß es eine eigne Bewandtnis haben. Vielleicht dieselbe, wie mit Nedwitzens Amaranth," dem vergessenen Büchlein, von dessen Existenz die nichtkatholische Welt erst erfuhr, als der Verfasser im andern Lager bereits ein berühmter Mann war? Paderborn, wo die Gedichte Webers bei F. Schöningh erschienen