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Aus einer trüben Periode der deutschen Geschichte.
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Die Zentripetalkraft des Kapitals.

geschichtlichen Lebens haben Umgestaltungen erfahren: im westlichen Europa ist die Feudalherrschaft gebrochen und zersetzt worden; selbst in dem viel­gestaltigen deutschen Reiche wurde eine Rechts- und Verfassungsform geschaffen, die wenigstens das fürstliche Fehderecht und die ritterschaftliche Anarchie unter ein Landfriedensgesetz beugte; auf allen Gebieten der Wissenschaft und Kunst wurden dauernde Eroberungen gemacht; der Entdeckungsmut kühner Seefahrer hat der menschlichen Thätigkeit und Regsamkeit unbekannte Regionen erschlossen. Und dennoch wird diese ganze mächtige Zeit mit richtigem instinktiven Takt und Verständnis als dasZeitalter der Reformation" bezeichnet, und keine klügelnde Kritik und Kleinmeisterei, keine tendenziöse Geschichtschreibung hat diese Be­zeichnung aus der Weltgeschichte zu verbannen vermocht. Die kirchliche Re­formation bildet den Herd, auf dem die ganze Glut des heiligen Feuers gesammelt ward, auf dem sich alle Strahlen der Begeisterung und des Seelenlebens konzen- trirten, wo alle Bestrebungen und Kräfte, welche die neue Zeit begründeten, ihren Ausgang nahmen, ihre Impulse erhielten. Auch in dem Reformationswerk treten die Licht- und Schattenseiten, die allen menschlichen Gebilden anhaften, deutlich genug hervor, ringen die guten und schlimmen Mächte um den Sieg, sind reine und unreine Elemente, lautere und unlautere Triebe und Motive vielfach vermischt und verschlungen; dennoch ist die Reformation die große That, aus der das moderne Staats- und Gesellschaftsleben hervorgegangen ist, der reiche gährende Mutterschoß, der die neue Zeit geboren und ihr alle Keime zur fruchtbaren Fortpflanzung, zur mannichfaltigsten Gestaltung eingesenkt hat. Nur wer diesen großartigen Prozeß, der sich um die Wende der beiden Jahrhunderte abgespielt hat, mit ehrlichem Sinne und aufrichtigem Bemühen um Wahrheit zu erfassen und darzustellen unternimmt, kann als redlicher Haushalter im Dienste der Klio angesehen werden. Jedes andre Verfahren zerrinnt wie die Tagesströmung, in der es sich bewegt.

Die Zentripetalkraft des Kapitals.

eun ich über unsre Zeit uachdeuke, so beschäftigen mich am wenigsten die politischen Fragen. Die Geschichte hat mich gelehrt, daß die Leitung der Politik zu allen Zeiten von einzelnen Personen aus­geht, mögen es Selbstherrscher, allmächtige Minister, Parteihüupter oder andre sein. Es liegt deshalb auch der Fortschritt in poli­tischen Dingen weniger in den Formen der Verfassungen, die immer etwas mehr

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