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Die Engel auf Erden : Roman : aus dem Italienischen :
(Fortsetzung.)
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Notizen,

schiedcnartigsten Elemente sich hin und her bewegen. Und als vollkommenster Gegensatz dazu lag rings um ihn Feld und Flur im tiefsten Schweigen ver­sunken, und die Stille der Nacht wurde nur hie und da durch das scharfe und durchdringende Gezirpe der Grillen auf den Wiesen unterbrochen.

Obwohl Pauls Blicke stets auf dieses ausgelassene Drängen und Treiben gerichtet waren, so waren doch seine Gedanken fern von dem Schauspiele. In seiner Phantasie erschien das entzückende Bild einer schwarzgekleideten Frau, welche langsam, ernst, anmutig im Mondesschein wandelte, so wie er erst wenige Stunden vorher Rinci das Thal, welches jetzt zu seinen Füßen lag, hatte durch­schreiten sehen.

Dies Bild hatte sich seinem Gehirne dargestellt und es unwillkürlich ein­genommen. Er fuhr zusammen, denn es nahm festere Gestalt an und formte sich in einen Namen, der in seinem Kopfe wiedertönte, als wenn sein Schutz­engel ihn seiner Seele eingehaucht hätte: Rina! (Fortsetzung folgt.)

Notizen.

Von Berber nach Suakin. Der englische Oberst Colborne, der dem Stäbe des Generals Hicks angehörte, aber kurz vor der Katastrophe von El Obeid wegen Erkrankung seinen Abschied nahm, hat einen Teil seiner Tagebücher veröffentlicht, Aufzeichnungen, denen wir einiges, was den nächsten Rückzugsweg der ägyptischen Garnisonen und die kürzeste Straße für Truppen zu ihrer Unterstützung im Sudan schildert, in Auszügen entnehmen. Es ist die Reise zu Kameel, die er im Juli vorigen Jahres von Berber nach Suakin unternahm, und die er hier sehr anschau­lich schildert. Er schreibt darüber:

Nach einer viertägigen Nilfahrt von Chartum kam ich in Berber an, wo ich dem Dampfbvote Valet sagen und durch die Wüste nach dem Roten Meere weiter gehen mußte — im Mouat Juli nichts weniger als eine Vergnügungstour. Berber ist eine GrnPPe von Lehmhütten mit spärlich dazwischen gebanten Häusern, die etwas besseres sein wollen. . . . Als ich den hohen Akazien und Palmen der Stadt den Rücken kehrte und mich der Wüste zuwendete, kam mir der elende Ort mit seinen schwarzbraunen Töchtern, die nichts am Leibe tragen als einen schmalen Schurz von Ledcrstreifen, welche am untern Ende mit Bleikügclchen beschwert sind, immerhin noch wie innerhalb des Kreises der Zivilisation gelegen vor. . . . Wir brachen um sieben Uhr abends ans. Die Gesellschaft bestand außer mir in einem gleichfalls kranken ägyptischen Offizier, zwei Baschibozuks, die mir Hicks als Eskorte mitgegeben, und den Kameeltreibern vom Stamme der Bischarin mit sieben Kamcelen, von denen drei für mich uud das Gepäck bestimmt waren, während die andern Säcke mit Dnrrah nnd Wasserschläuche trugen. . . . Die Bischarin sind schöne, hoch­gewachsene Leute, mager, aber sonst wohlgebaut. Sie haben regelmäßige blendend­weiße Zähne, was teils von ihrer einfachen Diät, teils von der Gewohnheit kommt,