Die Gngel auf Grden.
Roman von Viktor Bersezio. Aus dem Italienischen. (Fortsetzung.)
ie Dame drehte ihr Köpfchen um, stieß einen Ruf aus und brachte sofort mit fester Hand ihren schönen, feurigen Braunen, einen Vollblut-Engländer, zum Stehen, wie es nur eine „Miß" aus der Grafschaft Wallis imstande gewesen wäre. Nm sie herum war es, als ob einer in vollem Sturm zum Angriff ansprengenden Kavallerieschwadron plötzlich das gebieterische „Halt" zugerufen worden wäre. Es war sozusagen ein Gewirr von schwankenden Leibern, welche sich im Gleichgewicht zu halten suchten, von Pferdeköpfen, die sich hin und her bewegten und dem plötzlichen Zügelanziehen widerstrebten, und von wallenden Staubwolken.
Ach, der schöne Hund! rief die Dame, welche jetzt das Pferd in langsamem Schritt gehen ließ und ganz dicht bei dem Gitter angelangt war.
Moschillo hatte vor diesen schönen, leuchtenden, ihn mit Bewunderung anblickenden Augen sofort begriffen, daß ein ferneres Bellen eine UnHöflichkeit gewesen wäre, aber er vermochte doch nicht, sein nicht nur reservirtes, sondern sogar feindseliges Benehmen abzulegen. Er stand in stolzer Haltung aufgepflanzt da und beobachtete ernst und mit einem gewissen Mißtranen das schöne, lebhafte Gesicht der Amazone und die spitzgedrehten Schnurrbärte und die Pinccnez der sie begleitenden Kavaliere.
Als Cerci den Lärm hörte, trat er aus dem Kiosk, wo ihn die Nosen- beete an der freien Aussicht hinderten, hervor, um in der Richtung nach dem Gartengitter zu sehen.
Aha, sagte er, es ist die Gräfin Beldoni.
Paul machte eine leichte Bewegung der Überraschung, die nicht besonders freudig erschien.