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Aus dem Reisetagebuch einer Dame vom Jahre 1765 :
(Schluß.)
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Recilpolitische Glossen zur römischen Frage.

Herr aller Heerschaaren, der uns so viele Wohlthaten erwiesen und uns vor allem Uebel und Unglück so väterlich bewahrt hat. Ihm sei Lob, Ehr, Preis und Dank gesagt von Ewigkeit zu Ewigkeit."

Realpolitische Glossen zur römischen Frage.

on Zeit zu Zeit wird die katholische Welt durch die Nachricht in Bewegung gesetzt, daß der Papst Rom zu verlassen und in einem andern Lande eine Zufluchtsstätte zu suchen beabsichtige, wo er in freierer und würdigerer Weise seines hohen Amtes walten könne, als es die selbstgewählte Klausur im Vatikan gestatte. Neuerdings hat die klerikale Presse gemeldet, daß die Entscheidung des italienischen Obertribunals in Angelegenheiten der liegenden Güter der ?ropg.Ag.riäA lläs! den Papst zur Ausführung dieses schon mehrfach erörterten Projekts zwinge und daß die Abreise Leos XIII. unmittelbar bevorstehe. Wir halten diese Nachricht mehr für einen vgllon ä'6ssg.i, berechnet für die Stimmung der Kabinette und die Empfindungen gläubiger Katholiken, als für das Resultat einer ernsten Erwägung. Zunächst leuchtet ein, daß eine Auswanderung ohne Reiseziel, ein Aufgeben Roms, ohne daß ein andres Asyl gesichert wäre, ganz undenkbar ist. Wenn wir auch nicht bestreikn wollen, daß sich dem erhabnen Pilger viele Thüren öffnen würden, so bleibt doch gewiß, daß die meisten Regierungen, auch wenn sie die Gastfreundschaft nicht versagten, in der Anwesenheit des katholischen Kirchenoberhanptes innerhalb ihrer Landesgrenzen eine Quelle von Verlegen­heiten erblicken würden. Die europäischen Kabinette sind zu sehr mit eignen Angelegenheiten beschäftigt, die konstitutionellen Regierungen außerdem durch die Rücksicht auf die Stimmung katholischer oder radikaler Elemente zu sehr gebunden, als daß der Papst eine lebhafte Verteidigung seiner Interessen von dieser Seite her erwarten könnte. Die Beziehungen zum italienischen Hofe und die politischeu Verbindlichkeiten, welche der Wunsch nach Erhaltung des europäischen Friedens den Mächten auferlegt, erheischen in dieser Frage die größte Vorsicht und Reserve.

Wenn es darnach sehr unwahrscheinlich ist, daß der im Vatikan laut gewordene Wunsch nach Verlegung der Residenz beim Auslande irgendwelche Ermutigung erfahren sollte, so wird eine vorurteilsfreie Prüfung der Zustände, welche die Annexion von 1871 geschaffen, vielleicht auch zu der Überzeugung sichren, daß jene Art der Lösung der bestehenden Schwierigkeiten keineswegs die