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Die Engel auf Erden : Roman : aus dem Italienischen :
(Fortsetzung.)
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Die Gngel auf Erden.

Roman von Viktor Bersezio. Aus dem Italienischen. (Fortsetzung.)

wei Jahre später kehrte Paul zu seiner Schwester noch mehr verändert als früher zurück. Er war darauf verfallen, als Jour­nalist aufzutreten. Eine ernsthafte Polemik hatte zu einem Duell geführt, in welchem er so uuglücklich gewesen war, seinen Gegner schwer zu verwunden. Mit jener vcrdammungswürdigen Nach­sicht, welche die Obrigkeit bei solchen Gelegenheiten an den Tag legt, hatte man ihn trotz seines unglücklich abgelaufenen Sieges unbehelligt gelassen, er selbst hatte es vorgezogen, der geschmacklosen Ovation, welche die Welt ihm zollte, aus dem Wege zu gehen. Verdruß und Reue hatten ihn in sein Heimats- dörfchen, in die reine und ruhige Luft des schwesterlichen Hauses getrieben.

Auch diesmal fragte ihn Adele in der liebevollsten Weise über sein Thun und Treiben, seine Pläne und Hoffnungen für die Zukunft aus. Weiß ichs? antwortete Paul mit jener Verdrossenheit, welche nun schon etwas herkömmliches und beinahe eine Lieblingsgewohnheit an ihm geworden war. Ich möchte recht gern, ab und zu, namentlich wenn mein Gehirn von Ideen vollgepfropft ist, möchte lieber gern ein großer Mann werden, und sollte es auch, wie das bei so vielen der Fall ist, auf Kosten der Stelzen geschehen, auf die ich mich stellen müßte, wenn ich Kopf und Mut hätte. Aber Tag für Tag überzeuge ich mich mehr — und ich möchte, du könntest das auch glaube», meine liebe Adele —, daß es viel weniger kostet und viel mehr zu unserm Glücke beiträgt, wenn man eine unwissende Null ist. Ach, selig sind die geistig Armen! Denn ihnen ist das Himmelreich und die Freude auf Erden. Wer, wer schenkt mir eine glückliche geistige Armnt, die so recht einherstolzirt, recht hochmütig ist, so eine, wie sie sich für einen reich gewordenen Pächter oder einen Adlichcn von altem Schrot und Korn geziemt? Damit ist nicht gesagt, daß ich es nicht ver-