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England und der Mahdi.
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England und der Nahdi.

ie Politik des Ministeriums Gladstone in den Angelegenheiten Ägyptens und des Sudan wird immer widerspruchsvoller und schwerer verständlich, die Lage Gordons, ihres Vermittlers in Chartum, von Woche zu Woche mehr gefährdet. Im östlichen Sudan zwar hat der Sieg, den die bessere Übung und Be­waffnung der Truppen Grahams über die fanatisch wilde Tapferkeit der Wüsten­krieger Osman Digmas errungen, diesen Feldherrn des Propheten zur Flucht uach Westen hin genötigt nnd die Zahl seiner Gefolgschaft, wie es scheint, er­heblich geschwächt, aber das kleine englische Heer ist, nachdem es nur wenige Meilen ins Innere vorgedrungen, an die Küste zurückgekehrt, und von einer Eröffnung der Straße von Suakin nach Berber, von der man bisher viel sprach und hörte, ist kaum mehr die Rede. Gordons Lage in Chartum aber hat sich nach den letzten zuverlässigen Nachrichten bedenklich gestaltet. Die Revolution, an deren Spitze der- Mahdi steht, breitet sich zweifellos täglich weiter aus und hat bereits Gebiete nördlich von Chartum ergriffen, sodaß der direkte Verkehr zwischen dieser Stadt und Kairo abgeschnitten ist. Telegramme aus Berber melden, daß beide Ufer des Nil am letzten Katarakte des Flusses bei Schelloka, wo dieser, soweit er schiffbar ist, nnr 36 Fuß Breite hat, in den Händen der Insur­genten sind. Die Post muß deshalb Umwege einschlagen, nnd die Nilboote, welche bisher zur Fortschaffung der Weiber und Kinder nach dem Norden dienten, kommen in Berber nicht mehr an. Der Dampfer, der am 23. März von Shendy nach Chartnm abging, wurde von den Aufständischen mit Flintenschüssen zur Umkehr genötigt, und so war es unmöglich, Gordon weitere Geldmittel zu senden, die er dringend bedürfte, und deren Ausbleiben ohne Zweifel seinen bisherigen Er­folgen bei dein Versuche, sich mit den Anhängern der Propheten auf leidlich guten Fuß zu stellen, ein Ende machen wird.

Alles, was jetzt von Nachrichten aus Chartum eintrifft, ist infolge dieser Lage der Dinge Gerücht, Nebel und Unsicherheit. So die Nachricht, Gordon habe in Kairo militärische Hilfe verlangt. Er hat derartiges niemals empfohlen und hat es also anch schwerlich erwartet. Alles, was er wünschte, war die Absendung einiger Schwadronen englischer Reiter von Suakin nach Berber, die Zubehr Pascha begleiten sollten, welcher im nördlichen Sudan die Ordnung herzustellen bestimmt war, ein Wunsch, der jetzt kaum noch Erfüllung zu hoffen hat. Es wird jetzt offiziell eingestanden, daß eine Krisis eingetreten ist, die einen raschen Entschluß in betreff der Alternative verlangt, ob Gordon und