Zur Geschichte der Kreuzzeitung.
o könnte mau den ersten Teil der Schrift des bekannten Geheimen Ncgieruugsrates Wagener nennen, die unter dem Titel: „Erlebtes. Meine Memoiren ans der Zeit von 1848 bis 1866 und von 1873 bis jetzt" (Berlin, Pohl) zu erscheinen begonnen hat. Der Verfasser hat als langjähriger Redakteur der Kreuz- zeitnng die Partei derselben gründlich kennen gelernt, und seine Mitteilungen über dieselbe beansprnchen ein umso größeres Interesse, als sie auch die Stellung Vismarcks zu der Partei und ihrem Preßorgcmc beleuchten. Auch sonst enthält die Schrift, soweit sie vorliegt, manches Wertvolle, namentlich kurzgefaßte, aber meist treffende Charakterbilder von konservativen und liberalen Persönlichkeiten der Jahre kurz vor und nach 1848, z. B. Hansemann, dem ältern Camp- Hausen und dem Grafen Schwerin. Aber der rote Faden, der durch das Ganze geht, ist doch ein Rückblick auf die Entstehung und das Leben des genannten Blattes. Dasselbe wurde im April 1843 von der royalistischen Partei (eine konservative im heutigen Sinne gab es damals noch nicht) gegründet. Hauptbeteiligter war der General von Gerlach, andre Begründer waren Graf Voß, der Herr von Bethmann-Hollweg, der Baron von Senfft-Pilsach und der spätere preußische Gesandte in Paris, Graf von der Goltz. Aus dem wörtlich abgedruckten Programm ergiebt sich, daß man schon in dieser Zeit die sozialen Fragen als gleich wichtig wie die politischen ansah und weit davon entfernt war, seine Aufgabe in einer mechanischen Reaktion zu erblicken. „Wir wollen, so heißt es dort, kein prinziploses Repristiniren eines frühern Zustandes. . . . Wir wollen aber auch nicht, daß die Revolution, die als Thatsache nicht ungeschehen zu machen ist, sich als Prinzip unsers öffentlichen Lebens festsetze, und daß dem deutschen Volke im Namen der Freiheit und des Fort-
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