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Rußland und die armenische Frage :
(Schluß.)
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Unser Reichskanzler.

als ihr thatsächlich in dcn politischen Kreisen Enrvpas zuteil wird. Diejenigen Mächte wenigstens, welche eine weitere Schwächung der Türkei verhindern »der aufhalten wollen, müssen die Agitationen nicht außer Acht lassen oder unter­schätzen, welche unter den Christen der asiatischen Provinzen Platz greifen. Seit fünf Jahren hat der Sultan in alleu drei Weltteilen große Läudergebietc ab­treten müssen. Auf der Balkanhalbinscl schreitet der Abbröckclungsprvzcß langsam, aber stetig vorwärts; auch iu Afrika ist die Herrschaft des Sultanats durch das Auftauche» der arabischen Nationalidce tief erschüttert. Iu Asien war der Besitzstand der Monarchie bisher durch innere Zersetzung nicht geschwächt. Jetzt tritt auch hier eine nene Gefahr ans. Wenn die türkischen Staatsmänner Ver­ständnis dafür hätten, so würden sie dieselbe durch Befriedigung der Armenier leicht beseitigen und die Machtstellung der Pforte dort neu begründen können. Dauert die dilatorische Behandlung aber fort, so ist der Abfall Armeniens mir noch eine Frage der Zeit.

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Unser Reichskanzler.

in Buch, welches ciue noch lebende Persönlichkeit zum Gegenstande hat, macht ans den Leser zunächst einen eigentümlichen, ich möchte sagen befremdenden Eindrnck. Denn während sonst durch Lektüre die reine Betrachtung angeregt wird und eben das Objekt, welches der Schriftsteller behandelt hat, die Aufmerksamkeit auf sich lenkt, entsteht hier unwillkürlich die Frage nach dem Zweck und nach der Wirkung des Buches. Wir haben zunächst wohl die Empfindung, es sei nicht sehr diskret, einem unsrer Mitmenschen, der noch dazu in der höchsten Stellung des Staates wirkt und schafft, gewissermaßen mit der Laterne ins Gesicht zu leuchten, ihm in die Karten zu gucken und alles, was sich in seinem öffentlichen und privaten Leben erforschen laßt, ans dem Markte auszuschrcien. Dazu gesellt sich dann wohl noch der Argwohn, es sei eine politische Demonstration oder ein diplo­matischer Schachzuch mit der Veröffentlichung verbunden, und endlich fragen wir, wie sich der betreffende abkonterfeite Herr zu dein Konterfei stellen möge, ob er zufrieden oder unzufrieden mit dein Bilde sei, und wie er zu dem Schrift­steller stehe, der dies Bild verfertigt. Alle solche Erwägnngeu haben natur­gemäß, mit noch ander» Gedanken nnd Vermutungen verbunden, schon bei der Herausgabe des BuchesGraf Bismarck und seine Lente" in der Presse wie im Privatvcrkehr vielen Tadel und viele Verdächtigungen auf das Hanpt des Bio-