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dieses dritten Systems der Feuerversicherung beseitigt werden: die Einengung des Geschäftsbetriebs aus beschränktem Gebiete, wodurch das Risiko unverhältnismäßig hoher Brandschäden ermöglicht wird. Die damit verbundene Gefahr zu hoher Beiträge hat bisher viele Versicherungsnehmer vom Beitritt zu den Sozietäten abgehalten. Je mehr die Geschäfte der Versicherung gegen elementare Schäden örtlich ausgedehnt sind, umsomehr verringert sich die Höhe der Gesamtschäden durch gleichmäßige Verteilung der Verluste, und in demselben Maße reduziren sich die zur Deckung der Schäden notwendigen Prämien.
Mit dieser Landesfeuerkasse, wie sie schon den preußischen Gesetzgebern des vorigen Jahrhunderts vorschwebte, wird auch nichts neues geschaffen, sondern nur die schon bestehenden alten, notwendigen Institute durch eine zeitgemäße Reform verbessert und zur Erfüllung ihrer Aufgabe fähiger gemacht. Sie tritt frei von allen Konzessionen in freie Konkurrenz mit den schon bestehenden Gesellschaften, deren Versicheruugsbediugungen mit den ihren ans gleichen Norme» beruhen, und welche wie sie von der Öffentlichkeit und dem Staate kontrolirt werden. Von ihrem Zentralsitze aus leitet sie die Direktionen in den Landesoder Provinzial-Hauptstädten. Aus den Amtsstuben der Bürgermeister und Ortsvorsteher müssen die Geschäfte der Landesfeuerkasse iu spezielle Reichsversicherungs- ümter verlegt und von jeder büreaukratischen Schablone befreit werden. In diese darf auch kein büreaukratischer Zopfgeist einziehen, sondern in ihnen soll eine frische, freie, individualisirende Verwaltung unter fachmännisch geschulten Beamten herrschen, gleich denen der Post oder der Reichsbank. Der freie Wettkampf wird zeigen, auf welcher Seite die Gunst des Publikums steht und welchem von den jetzt herrschenden drei Systemen des Versichernugsgeschäftes die Zukunft gehört.
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Die deutsche Universitäts-Entwicklung
in den letzten fünfzig Iahren.
on dem vielgenannten französischen Nationalökonomeu Paul Leroy- Beanlieu rührt die Behauptung her, daß die Berufe, welche Universitäts- oder höhere Schulbildung voraussetzen, die Tendenz zeigen, immer niedriger bezahlt zu werden, eine Erscheinung, welche er auf die große Konkurrenz infolge der Verallgemeinerung der Bildung zurückführt. So sonderbar das klingt, so ist man gegenüber der Annahme des Universitätsstudiums iu Deutschland während der letzten fünfzig Jahre