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Gedanken über Goethe : 3. Naturphantasie :
(Schluß.)
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Gedanken über Goethe.

von Viktor Hehn. Z. Naturph-nitcisie, (Schlnß.)

äher und vertrauter als der Himmel, in dem die Götter wohnen, sind nns Erde »nd Wasser, die beiden Elemente, auf und an denen wir leben. Der Erdboden ist zunächst der nach allen Seiten grenzenlos sich ausdehnende, auf dem alles ruht, aus dem alles hervorgeht. Der Gnbcu alle, ruft Prometheus,

die ergötzlich sind Unter dein weiten Himmel, Auf der unendlichen Erde —,

"US trägt (Jphigenie)

der gottbesnten Erde schöner Boden —,

Mensch,

Vvn der Erde sich nährend, die weit und breit sich ansthnt — (Hermann nnd Dorothea*), die breit und weit am Gemeinen sich freuet (Achilleis) —, besitzt die Gabe der

Phantasie vor allen andern Geschlechtern

der kinderreichen Lebendigen Erde,

die zugleich „die wohlgegrnndete, dauernde" ist (Grenzen der Menschheit) - Prädikate, von denen manche au griechische anklingen: ^v<7^oc>s «onerov /rx^^ z/tt?tt, 7«t« «^x^t^, k^ttt, s^i^öe^, ^o^,)/^-

nt?« u, s, w. Die Erde ist angebaut und dem Menschen freundlich, sie kann auch öde sein: Egmont sehnt sich aus dem Kerker hinaus „ins Feld, wo aus der Erde dampfend jede nächste Wohlthat der Natur nud durch die Himmel wehend alle Segen der Gestirne uns umwittern" — aber auf der „Harzreise im Winter" kann das Bild der Wildnis, der Verlassenheit sich nicht mächtiger, »»mittelbarer uns eindrücken, als durch die Zeilen:

*1 Mai^ bemerke die drei Spondcen am Schlüsse des Hexameters, die das Ungeheure, die sagende Kraft des Erdbodens malen.