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Fortschritte der sozialpolitischen Debatte. 2.
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598 Vesidorui der Llcmciitarlehrcr.

rade sie müßten wir als den Hinweis auf eine strengere, mich wirtschaftliche Zusammenschließung der Zünste betrachten, obwohl nns scheint, als Hütte man da, von wo der betreffende Vorschlag ausging, in demselben ein bloß äußer­liches Hilfsmittel der Unterstützung des Kredits im Auge.

(Schluß fvl.it.)

Desideria der Glementarlehrer.

ie Verhandlungen des preußischen Landtages, welche vor kurzem wieder ihren Anfang genommen, haben damit begonnen, daß bei den Budgetberatungen, wie in früheren Jahren, auch diesmal gleich iu den ersten Sitznngen einige Abgeordnete, z. B, die Herren Rickert nnd Windthorst, mit Wärme für einzelne Wünsche der Lehrerwelt eingetreten sind. Diese Fragen werden das Haus der Abgeord­neten »och weiter beschäftigen, und es dürfte angemessen erscheinen, in Kürze auf die wichtigsten Desideria dieses Standes einzugehen, nmsomehr weil es fast zur Mode geworden zu sein scheint, daß die politischen Parteien, ganz besonders die Fortschrittspartei, sich gegenseitig um die Gunst und Unterstützung der Lehrer reißen, sodaß jeder Wahl für den Landtag oder Reichstag eine förmliche Jagd um die Stimmen und Bemühnngen der Lehrer voranzugehen pflegt. Wir wissen das aus wiederholter genauer Beobachtung, wissen, daß die liberalen Parteien ohue weiteres iu vielen Lehrern, ja fast in alle», Gesinnungsgenossen erblicken und ihnen behufs Agitation vor den Wahlen ganze Packete von Stimm­zetteln zugehen ließen. Noch steht ein Bäuerlein vor unsern Augen, dem von feiten seines Lehrers ein fortschrittlicher, von andrer Seite ein konservativer Kandidat dringlich empfohlen wordc» war und der in seiner Unentschlossenheit uud Unkunde ans bedrängtem Herze» die Klage und Frage an uns richtete: Wem in aller Welt soll ich nun folgen? Der Lehrer ist ein gescheiter Mann, der muß wissen, wen man wählen kaun uud soll, aber auch der andre wird mir doch nichts Schlechtes raten." Zwar ist das Verbreiten und Austrageu der Stimmzettel durch die Schulkinder von den Regierungen strengstens unter­sagt, aber koutrolirc» läßt sich natürlich nicht, was alles neben nnd außerhalb der Schule geschieht, und wir sind überzeugt, daß auch heute, ebenso wie früher, die Lehrer in Menge sich zu Handlangern und Gehilfen der entschieden links gerichteten Parteien hergeben.

Ob das zum Vorteil der Schule und des Lehrerstandes geschieht, das zu prüfen und zn nntersuchen unterlassen wir hier. Mag jeder deutsche Mann