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die konventionellen Lügen der Äultnrmenschheit,
Weshalb müssen denn die Fabriken sich gerade an die großen Städte anheften? Stehen etwa dort Triebkräfte zur Verfügung, welche sich anderswo nicht finden? Ist Grund und Boden, Lohn und Brot dort niedriger im Preise? Was gewisse Fabriken an gewisse Plätze fesselt, Wasserkraft, Holzreichtum, Thonoder Erzlager zc., kommt insgesamt dort nicht in Frage. Dampfmaschinen lassen sich überall aufstellen, und Schienenwege hat schon fast jeder Winkel bewohnten Landes, sodaß heute nicht mehr, wie wohl vor dreißig bis vierzig Jahren, die Leichtigkeit und Wohlfeilheit der Verbindung für Bezug und Versandt von Rohmaterial oder Fabrikat geltend gemacht werden kann.
Auch die Herren Fabrikanten würden sich viel wohler befinden, wenn sie fern von dem Geräusch, den Zersplitterungen und Zerstreuungen der Weltstädte ganz ihrem Geschäft, ihrer Familie lind ihren Untergebenen lebten. Sie wissen garnicht, welcher Reiz darin liegt, von Zeit zu Zeit sich das große Treiben wieder anzusehen, für welches man durch das Landleben neu empfänglich geworden ist, und dann, abermals mit neu angeregter Empfänglichkeit, in die Stille zurückzukehren. Gutsbesitzer könnten ihnen davon erzählen, wenn es sich für Männer des Fortschritts schickte, mit Junkern sich zu unterhalten. Und der Trieb, sich uneigennützig nützlich zu macheu, fände auch in kleinen Städten oder Dörfern genügenden Spielraum. Anstatt für die Aufklärung der Berliner könnten sie für Gegenwart uud Zukunft ihrer Arbeiter sorgen und damit der Allgemeinheit den größten Dienst erweisen. Wenn durchaus Reden gehalten werden müssen, so giebt es auch dazu Gelegenheit in Gemeindeansschüssen und Vereinen. Herr Löwe scheint allerdings zu befürchten, daß ohne ihn und seinesgleichen Berlin wieder zum Dorfe werden könnte. Das käme aber noch auf die Probe an. „Probir ers nur" — und so weiter, wie nachzulesen in Goethes Fastnachtsspiel vom falschen Propheten.
Die konventionellen Lügen der Kulturmenschheit.
i> ark Twain führt in einer seiner humoristischen Erzählungen einen „bösen Buben" vor, „dem es nichts schadet," berichtet von ihm eine Fülle von Schandthaten, die alle gut endigen, und schließt mit dem Satze: „Jetzt ist er der verruchteste, höllenmäßigste I Hallunke in seiner Heimat, aber allgemein geachtet und Mitglied der Gesetzgebung." Die meisten Leute lesen wohl darüber hinweg und denken, er habe da eben einen schlechten Witz gerissen, um die Leser zum Lachen zu