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Nochmals Rietschels Lutherkopf.
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Das Ministerium Ferry und seine Gegner»

Genehmigung von Worms aus mit der Motivirung versagt, daß die Wormser Statne allein nach Worms und nirgends andershin passe; und ein in dieser Angelegenheit zu Rate gezogener Künstler schrieb in jener Zeit, daß Rietschel auf die Ablösung dieses Teiles seines Werkes mit der Bestimmung, daß dieselbe als selbständiges Monument gelten solle, nie würde eingegangen sein.

2. Der Kopf der Wormser Statue befindet sich in einer Höhe von vierzig rheinischen Fuß; demgemäß mußte bei der Herstellung des endgiltigen Guß­modells seine Wirkung in eine solche Ferne in Berechnung gezogen werde».

3. Wenn man den Wormser Lutherkopf bisher vielleicht zu günstig be­urteilt hat, weil man ihn für ein Werk Rietschels hielt, so möge man nunmehr nicht in den umgekehrten Fehler verfallen, deshalb, weil man weiß, daß er nnter der Hand eines Gehilfen entstanden ist, ihn zu ungünstig zu beurteilen, sondern sich der früher abgegebenen Urteile bewußt bleiben. Auch der Mund des Donn- dorfschen Kopfes, über den man jetzt so nachteiliges hört, der sich jetzt Prädikate wiegrobsinnlich,"fade" u. s. w. gefallen lassen muß, hat früher seine Lob­redner gefunden, dereu einer ihngeistvoll fein bewegt" nennt.

Dresden. Franz Schnorr von Larolsfeld.

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Das Ministerium Ferry und seine Gegner.

ie zweite Sitzung der wieder zusammengetretenen französischen Deputirtcnkammcr hat, wie vorauszusagen war, den Beginn der Bekämpfung des Kabinets Ferry von feiten der Radikalen ge­bracht, und während wir dies schreiben, wird der Sturm ver­mutlich schon vorüber und das Schicksal des Premiers und seiner Kollegen für die nächste Zeit entschieden sein. Ferry ging bis vor wenigen Monaten im wesentlichen mit den Wünschen und Bestrebungen der Fortschritts­partei des linken Flügels des Abgeordnetenhauses, er trat in entschieden anti­klerikalem und antimonarchischem Sinne auf. Zuletzt aber erklärte er in seinen Reden zu Rouen und Havre mit Entschiedenheit, diesen Weg nicht weiter ver­folgen zu können, und zwar nicht umkehren zu wollen, aber Halt machen zu müssen. Das Land möge wählen zwischen ihm und den Radikalen. Er bereut also seine Vergangenheit nicht, meint aber in der bisherigen Art nicht fort­schreiten zu dürfen. Er verlangt Vertrauen vom französischen Volke erstens, weil er bis zu einem gewissen Punkte gegangen, zweitens weil er entschlossen sei, über diesen Pnnlt nicht Hinanszugehen, da dies für Frankreich nachteilig