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Conrad Ferdinand Meyers kleine Novellen.
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Die internationale Kunstausstellung in München,

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in umgekehrter Richtung, sodaß sein Haupt zu den Füßen des Königs ruhte. Ein Strahl der Morgensonne dem gestrigen Nebeltage war ein blauer, wolkenloser gefolgt glitt durch das niedrige Kirchenfenster, verklärte das Heldenantlitz und sparte noch ein Schimmerchen für den Lockenkopf des Pagen Lcubelfing." Die Ausführung auch dieser Novelle ist meisterhaft, der Hinter­grund der schlachtwüsten Zeit mit der gleichen Anschaulichkeit für gelegentliche Ausblicke dargestellt wie die kleine Erzählung des Vordergrundes. Aus dem Tone der Geschichte fällt einigermaßen der Tod der Slavonierin Corinna heraus, er hat statt des dramatischen einen theatralischen Beigeschmack.

C. F. MeyersKleine Novellen" sind sämtlich geeiguet, die historische Er­zählung, welche durch die archäologischen Romanschriftsteller mit gutem Rechte arg in Verruf gekommen ist, wieder zu Ehren zu bringen. Mit leuchtend kräf­tigen Farben und anschaulicher Sicherheit stellt er Gestalten und Situationen dar, die nur in bestimmter Zeit denkbar sind, läßt uns, ohne Kenntnisse aus­zukramen und wissenschaftliche Exkurse zu machen, vom Odem dieser Zeit um­wehen und vergißt dabei nicht einen Augenblick, daß uns die Poesie vor allem für jenes Leben uud Menschenschicksal erwärmen soll, an welchem die Geschichte gleichgiltig vorübergeht. Ohne daß wir dein Autor oder uns eine unendliche Folge dieser historischen Erzählungen wünschten, dürfen wir uns der Aussicht freuen, daß der lebendigen Phantasie unsers Dichters noch einige gleich glück­liche Schöpfuugen gelinge» mochten, wie die besten der besprocheneu Novelle» sind.

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Die internationale Kunstausstellung in München.

von Adolf Rosenberg. 1.

bwvhl die Schwierigkeit», welche sich dem Zustandekommen der zweiten internationalen Kunstausstellung in Müuchen in den Weg gestellt hatten, außerordentlich groß waren, ist es den Unter­nehmern doch gelungen, ihr Stück durchzusetzen, uud zwar mit solchem Erfolge, daß sie volle Ursache haben, mit Stolz auf das vollendete Werk zu blicke». Die Vollendung verzögerte sich freilich bis in den August hinein. Als man die Ausstellung am 1. Juli eröffnete, war von Paris, Berlin und Düsfeldorf noch nichts zu sehen, weil einerseits der Schluß des

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