Notizen.
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Es war Herr Eschenburg, ein Maler, zu Befehl. Wohnt er im Schlosse? fragte der Herr.
Zu Befehl, nein. Er wohnt in Scholldorf, eine Stunde von hier.
Mein lieber Dürrfeld, sagte der Herr, indem er sich zu dem Husarenobersten wandte, der sich damit abquälte, ein Paar enge Glnceehandschuhe über seine breiten Hände zn ziehen, ich habe dir nun den Gefallen gethan, dich hierher zu begleiten, weil ich dir den Spaß nicht verderben wollte. Aber du siehst wohl selbst ein, daß es völlig unpassend wäre, wenn ich mich als Fremder, ungeladen und noch dazu verspätet, hier eindrängen wollte. Ich werde deinen Wagen jetzt zur Rückfahrt benutzen und ihn von Hvlzfurt wieder schicken.
Geh zum Henker! antwortete der Oberst mit ärgerlichem Tone. Hier auf dem Lande bei stundenlanger Entfernung kann von Verspätungen garnicht die Nede sein, und wenn ich dich mitbringe, bist du geladen. Es ist ja gerade für mich die beste Entschuldigung, wenn ich dich mitbringe. Du hast mich überraschend besucht, und deshalb kommen wir beide so spät.
Nein, mein alter Junge, sagte der andre. Ich weiß, ihr habt hier die schöne Gewohnheit der Gastlichkeit g, t-out, sxrsuvs beibehalten, aber ich habe mir abgewöhnt, sie auszunutzen. Auch ist mein Magen von deinem Burgunder so ausgewärmt, daß ich den Hitzegrad nicht noch mit Verlobungssekt nnd dergleichen steigern möchte. Meine Nerven sind in dieser Hinsicht nicht stärker als die einer Konfirmandin. Also, amüsire dich gut. Auf Wiedersehen!
Er hatte während dieser Worte dem Diener gewinkt, ihm seinen Mantel wiederzuholen und ging jetzt, ohne eine fernere Entgegnung abzuwarten, davon. Der Oberst sah ihm'mit einigen leise gemurmelten Flüchen nach, er aber stieg vor dem Portal in den Wagen, der beide Herren hergeführt hatte, und fuhr, das Gesicht in nachdenkliche Falten gelegt, nach Holzfurt zurück.
(Fortsetzung folgt.)
Notizen.
Zur deutschen Konjugation. Bekanntlich gehört es zu den Hauptgrundsätzen der neuhochdeutschen Konjugation, daß der Ablaut des Präteritums im Singular und Plural übereinstimmt. Was in den mittelhochdeutschen rein ablautenden Konjugationen, mit Ausnahme derjenigen, welche im Präteritum uo zeigt (tiaZe, trnoc,, timoZvn, gstraAsn), durchgehende Regel ist, Verschiedenheit des Lautes für Singular und Plural, fällt im Neuhochdeutschen weg. Nur ein einzigesmal wird die ältere Weise beibehalten, in ward, wnrden (analog wäre „worden"; vergl. starb, starben, mittelh. sts-rb, swidM); diese Ausnahme verliert jedoch au Bedeutung durch den Eindrang der unorganischen, mit falschem e versehenen Singularform wurde (für „würd," nach Analogie von „fund, hulf, stnrb, suug" des ältern neuhvchdeutscheu und „duug, schuud" des heutigen Gebrauchs oder Mißbrauchs).