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Die Grafen von Altenschwerdt : Roman : (Fortsetzung) : einundzwanzigstes Kapitel.
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Literatur.

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spielte. Sie ließ Rahm und frisches Gebäck holen, bald snmmte der Kessel, und n»il saßen die Geschwister traulich beisammeu im Sopha bei dem belebenden Trank und erzählten sich.

Anna berichtete, daß die Gräfin von Altenschwerdt mit ihrem Sohne am gestrigen Tage nach Schloß Eichhause» gezogen sei und sie bis ans weiteres entlassen habe. Sie wolle aber auf eine derartige Stellung ganz verzichten, nach Leipzig zurückkehren »nd sich Empfehlungen verschaffen, mit Hilfe deren sie sich irgendwo als Klavierlehrerin niederlassen wolle.

So sehr auch Dr. Glock mit der eignen Angelegenheit beschäftigt war und so sehr ihn außerdem die Zukunftspläne der Schwester beschäftigten, er war doch mich für den Augenblick hellsehend genug, nm wahrzunehmen, daß ein eigentümlicher Ausdruck in Annas Miene hervortrat, als sie von Alteuschwcrdts erzählte, und daß überhaupt eiue Veränderung mit ihr vorgegangen war. Sie war, wie ihm schien, weiblicher geworden, die jungfräuliche Heiterkeit hatte einem gereiftem und weichern Wesen Platz gemacht. Er wagte nicht, sie darüber zu befragen, aber diese Veränderung gab ihm viel zu denken, während er mit ihr über die Schritte sprach, welche zunächst von beiden zu thun seien.

(Fortsetzung folgt.)

Literatur.

Anti-Savarese von Anton Günther. Herausgegeben mit einem Anhange von Peter Knoodt. Wien, Wilh. Braumitller, 1383.

Der o. ö. Professor der Philosophie in Bonn Peter Knoodt wünscht dazu beizutragen, daß die Philosophen Deutschlands dem spekulativen System des ver­storbenen Anton Günther eine größere Beachtung schenken, als dies bisher der Fall gewesen ist. Diesem System hatte der Jesuitenpater Savnresc, der jetzige Hausprälat des Papstes, den Vorwurf des logischen Anthropomorphismus gemacht, und die zum Teil recht leidenschaftlich gehaltene Entgegnung Günthers, welche einige Jahre zurückgehalten wurde, soll jetzt jenen Borwurf entkräften, vergoldet mit den schönsten Worten Peter Knoodts. Aber es ist ein eignes Ding mit dem Bau neuer philosophischer Systeme. Wie der Hybris gegen die Gebote der Götter die Strafe der Götter unerbittlich nachfolgte, so lassen sich auch die Gesetze der Erkenntnistheorie nicht ungestraft verletzen. Der Gebrauch der Kategorien, das ist der Funktionen des Verstandes zu Begriffen, giebt nur dann Erkenntnis, wenn sie auf Anschauungen, sei es des innern oder des änßern Sinnes, gerichtet sind. Auf transcendente Dinge kann man sie zwar anwenden, und das Pflegt gewöhnlich der Ursprung aller philosophischen Irrwege zn sein, aber es giebt dann keine Er-