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Freiherr vom Stein und Herr Eugen Richter.
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Freiherr vom 5tein und Herr Eugen Richter»

on dem Führer der Fortschrittspartei ist wiederholt im Reichs­tage die Behauptung aufgestellt worden, er und seine Anhänger stünde» wirthschaftlich auf dem Standpunkte Steins und Hardeu- bergs, einem Standpunkte oder einer Politik, „die man heute als fortschrittlichen Republikanismus oder als manchesterliche Theorie zu brandmarken" suche. Also der Geist Steins wird angerufen, um die Grund­sätze der heutigen Fortschrittspartei mit seinem Adlcrflnge zu beschatten!

Von der Tribüne des Reichstages herab vermag vielleicht ein geschicktes Plciidoher rein persönlichen Meinungen und Illusionen vorübergehend den An­strich objectiver Wahrheit zu geben; vor der Geschichte aber müssen alle solche Meinungen und Illusionen sehr bald verwehen, weil ihnen mir eine persönliche, leine sachliche Wahrheit inuewohnt. Im folgenden werden wir nicht der Meinnng die Meinung entgegenstellen, sondern den Staatskanzler Stein mit seinen eignen Worten sich wehren lassen gegen die ihm angethane unsach­liche Bundcsbrüderschnft der Fortschrittspartei, Steins volkswirtschaftliche An­sichten — sagt Röscher in seiner Geschichte der Natioualökonomik (S. 704 ff,) — lassen sich am kürzesten so charakterisiren, daß man als Regel seine Ueberein­stimmung mit Adam Smith voraussetzt und die Abweichungen von dieser Regel besonders hervorhebt. Alle diese Abweichungen aber können auf drei Grundverschiedensten der beiden großen Männer zurückgeführt werden: Stein war kein Gelehrter, sondern Staatsmann, kein Schotte, sondern Deutscher, kein Mann des 18,, sondern des 19, Jahrhunderts, welches in langer Ent­wicklung und in schweren Kämpfen so manche Anschauung der Väter lückenhaft, so manche Voraussetzung illusorisch befunden hatte. Vor allem war Stein ganz frei von jenem Mammonismus, jener Überschätzung der materiellen Güter, die Gn'nzlwwu IV. 1881, (12