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Piotro Lossa.
Geschehens ebenfalls objectiv ähnliches in rsruin na.turÄ, in dem Wesen der wirkenden Elemente entspreche. Schwerlich wird darüber je völlige Einstimmigkeit erzielt werden; aber es wäre einseitig und ist nur aus der exclusiv mechanischen Haltung unsrer heutigen Naturwissenschaft zu verstehen, wenn wir jenem Zweckprineip jede theoretische Geltung absprechen wollten. Wie sich unser Wesen zusammensetzt ans den zwei eorrespondirenden Elementen der Bewegung und Empfindung, wie sich aus jener die ganze Welt der Dinge mit ihren Eigenschaften und Umständen, aus dieser die Welt der Vorstellungen und Begriffe aufbaut, aus jener das Reich des Mechanismus, aus dieser das der Psyche, so stellen sich auch in dem Causalprincip und in der Zweckvorstellung die beide» divergenten und doch aufeinander angewiesenen Functionen unsres Ich dar; in jenem offenbart sich die zusammenhängende Folge des äußern Geschehens nach dem unverbrüchlichen Gesetze der Ursache und Wirkung, in dieser die innere Welt, der der äußere Effect nur als vorbereitendes Mittel dient zur Erreichung eines ihn beherrschenden Zweckes. Es ist also das dem gewöhnlichen Blicke abgewandte Kehrbild, das uns unter der Hülle eines anscheinend todten mechanischen Geschehens eine innere Regsamkeit der schaffenden Elemente selbst zu sehen erlaubt, nichts anderes also als zu der starren, unlebendigen Bewegung das Correlat einer spontanen, selbstbestimmenden Empfindung. Freilich wird die praktische Behandlung häufig noch willkürlich die Grenzen dieser beiden Gesichtspunkte verschieben, und nur eine immer intensivere Empirie einerseits und eine vorsichtige Philosophie anderseits werden imstande sein, beiden Theilen gerecht zu werden. Aber voreilig und dem wirklichen Fortschritte der Wissenschaft wenig förderlich würde es sein, mit einem kecken Federstriche diese beiden Anschauungen, die sich aus der Grundanlage unsrer individuellen Existenz von selbst ergeben, negiren zu wollen.
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pietro (Lossa.
von Paul Schönfeld.
iefste und aufrichtigste Trauer durchwehte die Berichte der italienischen Presse, welche vor kurzem die Kunde brachten, daß der bedeutendste Bühnendichter, dessen sich das Land jenseits der Alpen seit Vitwrio Alfieri rühmen darf, aus dem Leben geschieden sei. Am Abend des 30. August erlag der gefeierte römische Tragiker Pietro Cossa im Albergo del Giappone zu Livvrno, wohin er sich, theils