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Die Entwicklung der Feudalität und das deutsche Kriegswesen im frühen Mittelalter :
(Fortsetzung.)
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Alfred Meißner.___155

Der berühmte Roland war Markgraf an der britannischen Grenze; Angilbcrt wird vom Kaiser mit Sicherung der Nordwcsttustc betraut; Nidhard vertheidigt den zwischen Seine und Scheide gelegenen Strand gegen die Normannen u. s. w. Im Osten aber bestanden die windische Mark Frianl gegen Körnten, die avarische (später bairische Ost-) Mark, der Nordgau zwischen Donau und Fichtelgebirge, die sächsisch-thüringische Mark und endlich von Lauenburg an der Elbe bis zur Kieler Föhrde der 'wohlbefestigte limss Laxomeus gegen die Slaven in Wagrien. Alle diese Marken gehörten anfänglich nicht eigentlich zum Reiche, sondern waren gewissermaßen Vvrfluthbodc» gegenüber dem andrängenden Schwall feindlicher Nachbarvölker. Schanzenketten, befestigte Wachtposten sicherten diese Gebiete; Ansiedlung deutscher Colonisten germanisirte sie. Die Markgrafen leiteten die Vertheidigung; sie vertraten die Oberherrlichkeit des Reiches gegenüber den be­nachbarten tributpflichtigen Stämmen und wurden daher gern aus den reichsten und vornehmsten Geschlechtern gewählt. Immer aber mußte ihnen eine Macht übertragen werden, welche diejenige der gewöhnlichen Grafen weit überstieg; denn nicht selten hatte der Markgraf plötzlichen Gefahren schnell und kräftig ent­gegenzutreten, bevor noch irgend eine Anweisung zum Handeln von Seiten des Kaisers einlaufen konnte, »nd diese Machtvollkommenheit erhob die Markgrafen zu einer Bedeutung, welche derjenigen der alten Stammesherzöge, deren Nieder­werfung früher so viel Anstrengung gekostet hatte, denn doch nur wenig nachstand.

(Fortsetzung folgt.)

MMWGI

Alfred Meißner.

von Gmil Soffs.

s ist die normale Entwicklung des Dichters, zuerst sein inneres Leben im Znstande des bewegten Gefühls nnmittelbar darzustellen, dann die Anschauung von einem vom Innern des Dichters ver­schiedenen Leben auszubilden und zn immer umfassenderen Kreisen, Imit dichterischem Ange angeschaut, überzugehen. Es ist ei» Gang ' "5 der Beschränkung des Gefühls heraus zur Darstellung der Welt. Einzelne '^t er weit hinaus bis zu dem Pnnkte, wo das gesprochene Wort, die Schilderung Welt, bereits ins Leben eingreift und fast politische That wird. Nur den ^ugsten bleibt es beschieden, die Züge ihrer ursprünglichen Anlage festzuhalten.

Diese» Weg von der snbjeetiven Lyrik zn immer breiterer und objectiverer ^g»ng ^. äußeren Welt ist auch der Schriftsteller gegangen, mit dem wir w den folgenden Blättern beschäftigen wollen. In gleichem Maße Denker