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Die Versuchsstation der Kruppschen Fabrik.
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Gin Mttstlon'omatt, 245

der beim Schießen in den Geschützröhre» eintretenden Gasspminungeu, welche nach den Namen ihrer Erfinder Rvdman-Apparat und Crusher-Appnrat genannt »verdeu.

Die Entfernung des Schießplatzes von Essen, dem Sitz der'Fcibrit, beträgt 150 Kilometer, 20 deutsche Meilen/ Die Verbindung ist natürlich ganz durch Eisenbahn hergestellt, und wir möchten die Beschreibung aller dieser großartigen Zurnstnngen noch durch das Äild eines ankommenden Zuges ergänzen. Hinter Lvevmvtive und Tender sehen nur zwei aneinander gekoppelte offne Wagen, ein jeder von ihnen mit einem Dvppeinutergestell von je drei und je zwei Achsen, so daß der eine also sechs Achsen hat, der andre vier Achsen. Beide Wagen sichren als Bezeichnung die Firma Friedrich Krnpp und die Nummern 552 und 560. Die Tragfähigkeit des eine» ist mit 50 000 Kilogramm, die des andern mit 30 000 Kilogramm bezeichnet, lieber beide ist ein Holzlager gestreckt, und in diesem ruht die 40 Centimeter-Kauvne von 72 000 Kilogramm Gewicht, mit solcher Auflage, daß die Last nach der Tragfähigkeit der beiden Wagen vertheilt ist. Das gewaltige Rohr ragt so hoch empor, wie der Dom der Lveomotive. Mittelst des Hebewerks des Lanfkrahns soll es abgehoben und in seine Lastete gelegt werden.

Der Vorsieher des „Schießplatzes Meppen der Firma Friedrich Krupp in Essen" ist aber der verdienstvolle ballistische Forscher, welchem die Lehre der innern Ballistik, als gesonderter Einzelzweig des ballistischen Problems, ihre Entstehung und Begründung verdankt, auf deren hohe Wichtigkeit wir au der bezüglichen Stelle dieser Abhandlung bereits hingewiesen haben.

Gin Künstlerroman.

er aufmerksam und mit raschem Blick für Bilder und ihre eigen­thümlichsten Wirkungen durch Säle und Cabiuete einiger großen Bildergalerien gegangen ist, dem müssen, mag er sie gesucht haben oder nicht, gewisse Gemälde von sehr ungleichein Werthe, aber von charakteristischem Gepräge hie uud dn in die Angen gefallen sein. Historienbilder mit einem unverkennbaren Zuge von theatralischer Ab­sichtlichkeit, aber voll naturalistischer Kraft, energisch in der Wiedergabe besonders trotziger und unheimlicher Gestalten, phantastische Compositionen, wie das Bild König Sauls, dem die Hexe von Endor den Geist Samuels beschlvllrt, Schlachtbilder, iu denen das Gewühl der Kämpfenden nur dazu zu dienen scheint, der breiten Lichtführnng des Malers Gelegenheit zur Entfaltung zu geben, Landschaften merkwürdigster Art! Wild zerrissne Felsthäler, dunkle Waldpartien in der Beleuchtung einer niedergehenden Sonne, mit verdächtigen Hirten, offenbaren Banditen staffirt, oder auch mit antiken Göttern, die sich von des Künstlers Rändern und Hirten nicht allzusehr unterscheiden, Phantastische Einsnmkeitcn, wie jene in der Brera zn Mailand befindliche Landschaft mit dem Leichnam des heiligen Panlns-Eremita, dann wieder Bilder mit be- dentenden Formen und großartigen Lichtwirknugeu, die sich über daS Unheimliche, Grelle andrer Gemälde hoch erheben — alles Werke Salvator Rosas. Gegenüber diesen Bildern mit ihrem Vorwalten einer virtuosen Phantasie, ihrer trolügen Originalität »ud doch wieder ihrer seltsamen Ungleichheit hat wohl jeder begriffen, wie es gekommen ist, daß sich eine ganze, wahrscheinlich nie mehr aufzuhellende Sagenwelt nm diesen Malerdichter des 17. Jahrhunderts gebildet hat. An sich