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Ein Jugendfreund Goethes : Ernst Wolfgang Behrisch (1738-1809).
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Ein Jugendfreund Goethes.

Ernst Wolfgang Bchrisch (^?Z8- MM von !v. Ljosäus.

eit der Veröffentlichung der trefflichen Arbeit K. Elzes über die Gebrüder Bchrisch (in Prutz' Deutschem Museum 1857. I, 51 ff.; 1861. II, 918 ff.; wieder abgedruckt in K. Elzes Vermischten Blättern, Köchen, 1875. S. 26 ff.) ist über den einen derselben, Ernst Wolfgang Bchrisch, sei viel neues Material aufgefunden worden, daß der Versuch einer neuen Darstellung des Lebens dieses bekannten Goethe-Frenndes nicht unberechtigt erscheinen wird. Wird auch das Bild, das uns Elze in seinem Aufsatze gegeben, im ganzen durch das ueugcfuudne Material nicht weseutlich geändert, so wird es doch im einzelnen berichtigt, begründet, er­weitert. Der Versuch einer Neubearbeitung dürfte aber nm so berechtigter sein, als das neugefunduc Material E. W. Bchrisch besonders nach seiner poetischen und kritischen Seite näher kennzeichnet und uns dadurch iu den Stand setzt, seine Bedeutung für Goethe wahrend dessen Leipziger Zeit entsprechender zu würdigen. Nnht doch das Interesse, das wir Bchrisch entgegenbringen, wesentlich auf den Beziehungen desselben zu Goethe.

Erust Wolfgang Behrisch wurde im Frühjahr 1738 wahrscheinlich zn Nannhof, einem Nittcrgnte seines Vaters, »nweit Dresden geboren. Sein Vater war der kursächsische Hofrath Wolfgang Albrecht Bchrisch, seine Mutter Salome Charitas Bchrisch, geb. Lösche.*) Ernst Wolfgang war von drei Söhnen der älteste. Der zweite, Christian?) Georg Wolfgang, war Dvetor der Medizin und knrsächs. Bergrath und lebte zeitweise in Rom;**) der dritte, Heinrich Wolf­gaug, ist von Elze in dem oben erwähnten Aufsätze mit hinreichender Ausführ­lichkeit behandelt worden.***) Das; die drei Brüder gleich dein Vater den Namen

Diese Angaben beruhen auf dem Kirchenbuche der St. Johanniskirclie zu Dessau, wo E. W. Behrischs Tod unter dem 21. October 1809 eingetragen ist.

^) Mensel, Gel. Teutsch!. 4. Ausg. 1,100 führt zwei medizinische Abhandlungen von ihm auf, welche 1765 und 1767 erschienen. Der jüngste Brnder sagt iu einer auf der Herzog!. Bibliothek zu Dessau befindlichen Selbstbiographie von ihm, daß er zu Dresden nicht me-äwwÄiu, soudcru »rtom trusmli prakticirt Und diel Geld verbraucht habe.

H. W. Behrisch war im Jahre 1744 zn Ncmiihof geboren, wurde, wie seine Brüder, von Hauslehrer» unterrichtet, bezog 1760 die Universität Leipzig, wo er Rcchtswisseuschaft stndirte nnd nebenbei Gellcrt und Crusius hörte, machte 1766 iu Wittenberg sein Examen als uvtiu-Ins Mblions oaossrous, übernahm sodann 1768 (»ach des Baters Tode) die Güter Adelsdorf