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sieht er ab, sein Interesse geht nur ans eine äußere Versöhnung zwischen italienischer und päpstlicher Politik, denu eiue innere Einigung beider Theile ist ja ausgeschlossen, wenn dem Papst als Preis der gegenwärtigen Anerkennung des Königreiches Italien die Aussicht auf eine zukünftige Störung, wenn nicht Zerstörung des letzteren geboten wird. Der Reformer Curci hat auch als solcher deu Jesuiteu nicht verleugnet, und es ist daher völlig gleichgiltig, daß er seinen Frieden mit der Curie gemacht und Widerruf geleistet hat. Vou ihm hatte Italien nichts zu hoffen. Und doch fehlt es seiner Schrift nicht an Wahrheitselcmenten. Er hat ein lebendiges Gefühl von der Nothwendigkeit einer organischen Verbindung zwischen Staat und Kirche, er fordert den Katholicismus zu einer iuuereu Erueueruug im Geiste des Evangeliums auf, er ermahnt die Katholiken am politischen Leben Theil zn nehmen. Er besitzt offenbar mehr Sinn für die Realitäten uud Postulate des Lebeus als Minghetti, der mit der abstrakten Formel Cavours: „Freie Kirche im freien Staat", mit dem Priuzip der praktischen Gleichgiltigkeit des Staats gegen die Kirche das Problem der Beziehung beider Institutionen zn lösen glaubt. Das ist der Weg des abstracten Dvctrinarismus, der nicht zum Ziele führt.
Der Schluß unseres Referats kann nur ein Wort des Dankes gegen den ausgezeichneten Mann sein, der es verstanden hat, ein so klares und scharfes Bild der geistigen Strömungen der Gegenwart zu zeichnen. Es giebt wenige Schriftsteller iu unserer Zeit, die fo wie Mciricmo die bedingende Macht der Religion für das Heil der Völker erkannt, in ihr die Wurzeln der Kraft, die Quelle ewiger Jugend für die Menschheit gefunden haben. Und wenn wir es wagen, hoffnungsvoll in die Zukunft Italiens zu blicken, fo dürfen wir uusere Hoffnung auch darauf gründen, daß in seinem Schoße eine so tiefe und ideale Weltanschauung sich entwickeln konnte, wie sie in der Schrift Marianos zu Tage tritt.
Königsberg i. P. H. Jacvby.
Die Alliteration und die Redensarten.
Durch Wilhelm Jordans Nibelungendichtung und durch die Waguersche Nibelungentrilvgie ist die Aufmerksamkeit und das Interesse auch des größerei: Publikums auf eine Erscheinung gelenkt worden, mit der bis dahin fast ausschließlich der Gelehrte und allenfalls noch der Dichter näher vertraut war: mit