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Politische Briefe : 16. Die Trennung in der nationalliberalen Partei.
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puppten Nationalliberalen scheuen jene UnPopularität. Sie lieben die fort­schrittliche Küche, aber nicht die fortschrittlichen Köche, sie möchten dem deutschen Volke die fortschrittliche Speise einflößen, aber sie möchten sie selber kochen. Und weil sie fürchten, daß das deutsche Volk diese Speise nicht mag als Gesinnungsniedertracht" bezeichnete Herr Eugen Nichter ueulich den Widerwillen gegen diese Speise so geben sie der Speise, die sie bereiten wollen, alle möglichen Nameu, die sie auf der politischeu Speisekarte finden, uur uicht deu richtigen. Dieses Unternehmen, wenn wir irgend richtig beurtheilen, was in den Köpfen unseres Volkes vorgegangen ist und uoch vorgeht, muß klüglich scheitern.

Virunum.

Ruinen zu sehen ist uns etwas beinahe Alltägliches und regt nur in sel­tenen Fällen zu tiefer gehenden Betrachtungen an. Anders schon wirkt die Vorstellung, daß da, wo jetzt nur Feld und Wiese und Wald sich breiten, einst in den Häusern und Straßen einer Stadt sich ein buntes, mannigfaches Leben geregt habe. Denn kaum faßbar erscheint uns, die wir an die Stetigkeit des Culturfortschritts gewöhnt find, der Gedanke, unsere Städte könnten dereinst in Schutt und Trümmer sinken, und das melancholische Zukunftsbild, daß Ma- caulay entwirft, indem er nns einen Bewohner Neu-Seelands vorführt, der von den halbzerstörten Pfeilern der Londonbridge hinüberschaut nach dem letzten geborstenen Bogen von St. Paul inmitten eines ungeheuren Ruinenfeldes, den Resten der Weltstadt, die einst London hieß, dies Bild gilt uns für wenig mehr als für das Spiel einer geistreichen Phantasie. Und sieht man näher zu, so sind wirklich die Beispiele gänzlicher Verödung bedeutender Städte kleine Niederlassungen köuneu überall leicht verschwinden und sind in allen stürmischen Zeiten untergegangen keineswegs so gar häufig. In den antik-classischen Ländern überwiegt die Zahl derjenigen Orte, die an derselben Stelle uuter wenig veränderten Namen fortdauern, doch bei weitem die der verschwuudeueu. Niemals ist also hier die Continuität der Bevölkerung völlig unterbrochen, das Andenken an die Vergangenheit völlig ansgelöscht worden. Auch iu den einst römischen Gegenden Deutschlands, in den Rhein- und Donaugebieten, bildet dies die Regel. Die römischen Festungen zwar verfielen naturgemäß gewaltsamer Zerstörung oder allmählicher Verödung mit dem Untergange des Reiches, das