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England und die Niederlage in Kandahar.
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die Schlappe, die England am 26. IM erlitten, mit Gefühlen aufgenommen, die zum Theil von Schadenfreude nicht frei waren. Letzteres ist nicht zu billi­gen; denn so selbstsüchtig die Politik Englands auch sein mag, immerhin ver­tritt sie in Afghanistan das Interesse der Civilisation gegenüber den treulosesten und bösartigsten aller Barbaren, und stellen wir uns auf einen höheren Stand­punkt, so können wir hinzufügen: so lange England sich den Russen gegenüber in Ostasien behauptet, hat Europa kein Wiederaufleben der Traditionen zu be­fürchten, welche den Völkern Asiens eine erobernde, die Cultur des Westens bedrohende Rolle zuweisen. '

Vielfach begegnete man unter den Besprechungen der Niederlage von Chuschk i Nachud der Meinung, daß das neue Engagement Großbritanniens in Afgha­nistan dessen Politik in Europa beeinflussen und namentlich deffen Manöver auf der Balkanhalbinsel hemmen und ihm hier mehr Zurückhaltung auferlegen werde. So weit dies die griechische Frage einschließt, haben wir die Richtigkeit dieser Ansicht von Anfang an bezweifelt, und bereitwillig unterschreiben wir es daher, wenn die wohl unterichtete WienerMontags-Revue" in ihrer vorletzten Nummer in dieser Beziehung bemerkt:Die Antwort der Pforte auf die Collec­tivnote war seit lange vorher gesehen, und Europa hat seit langer Zeit in den großen Zügen wenigstens die Maßregeln ins Auge gefaßt, welche die Weige­rung der Türken, sich den Conferenzbeschlüssen zu sügen, nach sich ziehen muß. Aber es handelt sich dabei nicht um die Herbeiführung eines Kriegszustandes, sondern um die Anwendung der Pressionsmittel des Friedenszustandes. Hierin ist man heute schon zu weit gegangen, um ohne Schädigung des europäischen Ansehens zurückweichen zu können, und auf diesem Boden ist Europa völlig einig und wird einig bleiben mit oder ohne schärferes Eingreifen des Mini­steriums Gladstone-Granville." G

In russischer Gefangenschaft.*)

(Aus den Aufzeichnungen eines thüringischen Schulmeisters.) Mitgetheilt von Robert Keil.

Von französischen Emigranten abstammend, welche den später inKrauße" verwandelten Namen Croussin führten, lebte im Jahre 1779 in dem Dörfchen

Von dem talentvollen Dresdener Maler Robert Krauße wurden mir die Auf­zeichnungen seines Großvaters Friedrich Krauße, meines väterlichen Freundes, zur Bearbei-

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