Beitrag 
Beiträge zur Beurtheilung der Judenfrage : 8. (Schluß.) Die deutschen Juden in der Gegenwart, und was nun?
Seite
194
Einzelbild herunterladen
 

- 194 -

Endlich sollte eine Beschränkung der Freizügigkeit in der Weise eintreten, daß man den Gemeinden die Befugniß ertheilte, die Aufnahme von Juden in ihre Mitte zu verweigern.

Dieß sind einige Andeutungen. Von Rechtskundigen formulirt, würden sie unseres Erachtens vorläufig uud vielleicht für längere Zeit genügen. Die von jüdi­schen Einflüssen und Reminiscenzen gereinigten Volksvertretungen könnten, wenn sich weitere Vorkehrungen erforderlich zeigen sollten, andere Bestimmungen in Anregung bringen und beschließen.

Wenn man uns sagt, Zurücknahme der Emancipation werde den Gegensatz schärfen, so antworten wir: Vertuschung des vorhandenen und nicht zu beseitigenden Gegensatzes ist gefährlicher als Schärfung. Mögen sie's wissen, daß wir die Scheide­wand sehen und aufrecht erhalten wollen. Wenn man aberReaction" schreit, so sei entgegnet: Wir haben volkswirtschaftliche Neuerungen, die sich als schädlich er­wiesen, abgeändert und wir werden das wieder thun, wo die Erfahrung die Doetrin der Unwahrheit zeiht, und andererseits hat man früher wiederholt aufgehobene Be­schränkungen der Juden wieder hergestellt, ohne daß die Welt von dem Geschrei, das darüber durchs Land fuhr, eingefallen wäre. Warum sollte es jetzt nicht gehen? Aber bald muß Hand an das Uebel gelegt werden. Sonst wird das, was heute noch Uebertreibung ist, der Sieg des Judenthums über das Gcrmanenthnm, eine Wahrheit, nnd da ein dauernder Sieg der Art eine Naturwidrigkeit wäre, so würde, wenn menschliche Gesetze nicht mehr helfen könnten, das Naturgesetz sich gelteud machen, das noch niemals die Herrschaft einer unedlen Minderheit über eine Mehr­heit edel veranlagter Menschen länger als kurze Frist bestehen ließ.

(Line skandinavische Literaturgeschichte.

Die weiteren Kreise der Gebildeten in Deutschland kannten bisher nur einzelne literarische Großen skandinavischer Zunge: so, wenn wir von Männern der Wissenschaft, wie Tycho de Brcche, Celsius, Linne, Berzelius u. a. absehen, die Dichter Holberg und Oehlenschläger aus älterer Zeit, aus neuerer den Dänen Andersen, vielleicht auch Paludan - Müller, die Norweger Björnson und Ibsen, den Schweden Tegncr, seine Landsmänninnen die Carlen, die Bremer und die Schwarz, und den finnländischen Schweden Runeberg. Einige derselben sind bei uns in hohem Grade beliebt geworden, so Andersen mit seinen unüber­troffenen Märchen und seinen gemüthvollen PhantasiestückenBilderbuch ohne Bilder", Andersen, den gewiß Mancher in seinen jüngeren Jahren für einen