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Gustav Adolf und der Brand von Magdeburg.
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Buches") auf eiue andere Möglichkeit hingewiesen, für die nicht minder ge- wichtige Zeugnisse beigebracht werden können. Opel geht davon aus, daß die Berichte, die Wittich aufgefuudeu hat, und auf die er sich stützt, zunächst uur beweise», daß bald nach der Eroberung Magdeburgs in Deutschland die Tra­dition umlief, Falkenberg oder die Magdeburger Bürger selbst hätten den Brand verursacht. Angesichts der verschiedenartigen Tendenzen, welche die Flugschriften- literatnr zur Zeit des 30 jährigen Krieges, wie oben erwähnt, beherrschten, ist diese Einwendung nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen, ja sie wird als vollständig begründet anzusehen sein, wenn es gelingt, weitere Docnmente bei­zubringen, welche einen noch unmittelbareren und noch unverfälschteren Aus­druck historischer Treue an sich tragen. Und ein solches Zeugniß ist in der That vorhanden; es findet sich in dem Psalmencommentar des Magdeburger Dom­predigers Reinhard Bake oder, wie er nach der Sitte seiner Zeit sich nennt, Bakius und ist bisher noch unbeachtet geblieben.

(Schluß folgt.)

Die Hauptströmungen in der bildenden Kunst der

Gegenwart.

5. j)ilotys Schule: Lenbach. Defregger,

Als Lenbach nach Aufgabe seiner kurzen Lehrthätigkeit in Weimar wieder nach München zurückkehrte, machte er zunächst, bevor er sich neuer eigener Pro- duction zuwandte, selbst einen Lehrmrsus durch. Hatte er sich schou früher mit dem Studium der elassischen Meister nicht ohne Nutzen für seiue eigenen Werke eingehend beschäftigt, so drang er jetzt auf praktischem Wege in die Geheimnisse ihrer Technik ein, indem ihm der Freiherr v. Schack den Auftrag ertheilte, nach Italien zu gehen und für seine Galerie, das Juwel unter den Privatsammluugeu Deutschlands, eine Anzahl Copien classischer Meisterwerke anzufertigen. Der Auftrag kam seiner künstlerischen Individualität insofern entgegen, als er sich auf die Werke derjenigen Meister bezog, die in erster Linie Coloristen sind: auf Tizian, Giorgioue, Rubens und Velasquez. Mit dem Studium dieser Künstler war er schon aufs innigste vertraut, und so konnte er die Galerie seines fein-

*) Vgl. die Notiz Opels im 11. Bande der von ihm im Namen des thüringisch-sächsi­schen Vereins herausgegebenenNeuen Mittheilungen".