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Aus der Jugendzeit der Grenzboten.
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Gericht. Der Mann an der Spitze muß weiter gehen, als er will, muß vor­wärts gehen, weil er nicht mehr rückwärts kann. Auf Tabor begründen sie eine kommunistische Ordnung, die den Keim der Vernichtung in sich hat; sie muß alles gegen sich aufbringen. Nun sind vier Parteien da: die königliche, die gemäßigte in Prag, die Partei Ziskas, die Partei der Halbverrückten, die über ihn noch hinausgehen. Der Führer muß gegen die Stadt ziehen, die er zwei­mal gerettet, macht aber Frieden vor diesem Aeußersten. Wäre das alles kein poetischer Vorwurf? Ich bedciure nur, daß mir die Kraft gemangelt, das alles, wie ich es vor mir sah, zu malen. Nur den Anfang, nicht das Weitere ver­mochte ich, wie ich es gewollt, zu dramatischen: Verlaufe zu gestalten. Daß ich auf den Stoff gerathen, ist wahrlich kein Wunder. Jahrelang sah ich allabendlich den Berg im Abendroth erglühen, der heute noch den Namen jenes Führers trägt."

So etwa sprach ich; ob es mein Gegenüber belehrte, weiß ich nicht. Ich bin nicht lange in Leipzig geblieben. Nach Erscheinen meines Buches war meines Bleibens dort nicht mehr.

Ein Jahr noch fuhren dieGrenzboten" fort, österreichische Angelegenheiten zur Sprache zu bringen. Die Bedeutung des Blattes war im Steigen, in immer größeren Massen wanderten die grünen Hefte über die Grenze.

Da kam das Jahr 1848 heran. Immer sturmvoller wurde die Gewitter­luft, die den Horizont umzog; endlich schlug es ein. Das alte System abdiente, Metternich siel. Es war eine große Stunde für Oesterreich. Die bäuerlichen Verhältnisse sollten andere werden, die Zeit der Jesuiten schien vorüber, die Censur hatte aufgehört. Das Wort war freigegeben, in allen Hauptstädten des Kaiserstaates tauchten Orgam einer freiheitlichen Presse auf, die exilirten Oester­reicher kehrten heim.

Mit klarem Blicke hatte Kurcmda eingesehen, daß die erste Phase der Grenzboten" vorüber sei. Er gab die Redaction ab, Gustav Freytag »nd Julian Schmidt traten ein. Die Oesterreicher räumten den Platz, die Preußen bezogen die Festung.

Die Venus von Milo.

von Veit Valentin.

Das große Kunstwerk hat das Vorrecht, der Betrachtung immer neue Seiten, der Freude am Schönen immer erhöhten Genuß darzubieten. Dieser Vorzug soll ihm nicht geschmälert werden; dennoch hat die Wissenschaft die Pflicht, der oft nur allzuregen Phantasie Zügel anzulegen und dem Kunstwerke