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Ampelius.
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gebaut aus weißen uud schwarzen Steinen, die mit Gold zusammengefügt sind; darin sind bunte Säulen und unzählige eiserne Platten, Fenster ans Silber und Ziegel aus grüuem Stein. Mitten in Babylvnien ist eine Mauer, die Memnvn gebaut hat aus Backsteiu uud Schwefel, mit Eisen untermischt, da wo die Fugen sind. Ihre Breite ist dreißig Ellen, hoch ist sie hundertdreißig Elleu. Ange­fangen hat sie Semiramis, ihr Sohn hat sie vollendet. In Aegypten sind die Pyramiden, die . . . gebaut hat. Auch die Stadt Aeanthus; dort ist ein Nil­strom ans Erz, gekrümmt (?), dreihundert (?) Ellen lang; sein Gesicht ist aus Hellem Smaragd, seine Arme aus mächtigem Elfenbein, und vor seinem Anblicke erschrecken auch die Thiere. In Athen preist man am meisten ein Bild des olympischen Juppiter, in Alexandria den Nilstrom."

Das gauze Kapitel ist, wie man sieht, ein tolles Sammelsurium von Nach­richten über allerhand Naturerscheinungen, mechanische Merkwürdigkeiten, Kunst­werke und Heroenreliquien, voll von Flüchtigkeiten, Mißverstand uud Aberglauben. Zwar fehlt es nicht ganz darin an brauchbaren Notizen. Die Angabe z. B., daß die Lanze der von Phidias' Hand geschaffeneu kolossalen Goldelfenbeinstatue der Parthenos auf der Akropolis in Athen durch ein mächtiges Bambusrohr gebildet wurde, eine Angabe, die sonst bei keinem einzigen Schriftsteller des Alterthums wiederkehrt, ist als technisches Kuriosum nicht unverächtlich und jedenfalls auch uicht anzufechten; aus Cieero und Pliuius wissen wir, daß es nichts ungewöhnliches war, bei Tempelbildern das Bambusrohr in dieser Weise zn Sceptern und Lanze» zu verwenden. Daß aber mitten unter all den Schlacken ein so echtes Goldkorn sich befindet, wie die zwei Zeilen über den pergamenifchen Gigantenfries, hätte niemand für möglich gehalten. Der Schatten des Ampelius kann sich auf dem nicht mehr ungewöhnlichen spiritistischen Wege bei dem Ingenieur Humcmn dafür bedanken, daß dieser ihn aus seiner jahr­hundertelangen Ruhmlosigkeit hervorgezogen.

Jas Schicksal eines Buches.

Mdsnt «na lÄtÄ libslli, und die Presse ist eine Macht. Sie ist, wie Andere, die den Mund voller zu nehmen Pflegen, behaupten, die sechste Groß­macht, die öffentliche Meinung. Wieder Andere sagen: Die Presse ist in der That eine Macht, in England und Amerika eine bedeutende, oft unwidersteh­liche, in Frankreich eine wenigstens beachtenswerthe Macht; in Deutschland dagegen ist sie selbst letzteres bisher nur- in beschränktem Maße gewesen. Sie wirkte hier als beachtenswerther Faktor nur da, wo sie in guten Händen war,