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Die letzten Herbstwahlen in den Vereinigten Staaten.
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in Alabama 1 Dollar 2 Cents, in Georgien 1 Dollar 10 Cents, in Tennessee I Dollar 58 Cents, in Virginien 1 Dollar 98 Cents nnd in Kentncky 2 Dollars. Sie werden diese Zahlen richtig beurtheilen, wenn ich Ihnen sage, daß der «Staat Michigan, welcher mit Nord-Carvliua ungefähr die gleiche Bevölkerung hat, ein halb Mal so viel zur Erhaltung der Schulen bezahlt als der ganze Süden. Iowa allein zahlt nahezu so viel wie alle Südstaaten zusammen. Der Staat New-York bezahlt für Schulzwecke eine halbe Million mehr als alle Staaten, die sich von der Union im Rebellionskriege losreißen wollten, Maryland, West- Virgiuieu uud Missouri noch dazu gezählt. Kansas zahlt zwölfmal mehr als Arkansas für die öffentlichen Schulen. Der Staat ArkansaS hatte im letzten Jahre weniger Schulen als 1872, wo die demokratische Partei dort ans Ruder gelangte. Es scheint zur Politik dieser Partei zu gehören, die Unwissenheit uuter^der Masse des Volkes aufrecht zu erhalten; aber trotzdem erhalten jetzt in Folge der Fürsorge der republikanischen Bnndesregierung gegen 690 000 Neger- linder Schulunterricht. Dies ist ein erfreulicher Umstand, denn Kenntnisse, durch Liebe zur Freiheit gewvuneu, werdeu sich zur rechten Zeit in segensreicher Weise bemerkbar machen."

Wenn nicht alle Anzeichen trügen, so hat die letzte Wahl im Staate New- York das Schicksal Tildens für die Zukunft entschiede»; er ist als Präsident­schaftskandidat in New-York ebenso unmöglich gemacht wie Thurmau in Ohio. Man hört denn auch bereits, daß die Führer der demokratischen Partei sich für das Jahr 1880 nach anderen Präsidentschaftskandidaten umsehen, nnd als solche werden vorzugsweise der General Haueock uud der Buudessenatvr JameS A. Bayard genannt. Von republikanischer Seite ist in dieser Beziehung in erster Linie John Sherman zu nennen, doch ist die Kandidatur des Ex-Prä­sidenten Grant noch immer nicht aussichtslos, auch werden Conkling von New- York nnd Blaiue von Maine sich in den Vordergrund zu drängen suchen. Die Mehrzahl der Deutsch-Amerikaner wird, wie es' den Anschein' hat, sich für Shermnn entscheiden.

Zum Schluß einige kurze Bemerkuugeu über die Einwanderung. In den ersten ueun Monaten d. I. landeten in Amerika 24218 Deutsche, 16 658 Jrläuder, 14213 Engländer, 9947 Schweden, 4300 Schotten, 4l88 Norweger, 3708 Schweizer, 1866 Walliser nnd 1664 Franzosen. Rußland ist in diesem Jahre stärker als gewöhnlich unter der Einwanderung vertreten, nämlich mit 2138 Personen. Die jüngsten Einwanderer sollen ganz besonders den wohl­habenderen Klassen der europäischen Bevölkerung angehören. Allein zwanzig russische Familien mit einem Personalbestand von nicht mehr als 100 Köpfen haben ein Kapital von 85000 Dollars mit hinübergebracht. R. D.

Im den Weihnachtstisch.

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