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rief ein junger Krieger, „ich möchte wohl einmal weißes kosten, nnd ich werde das enre essen." Ein Anderer stürzte wie ein Wahnsinniger in die Hütte, in welche die Missionäre sich halb verhungert und halb erfroren eingedrängt hatten, spannte den Bogen und zielte mit dem Pfeile auf Chaumonot. „Ich sah ihn fest an," schreibt der tapfere Pater, „und empfahl mich mit vollem Vertrauen dem heiligen Michael. Ohne Zweifel rettete uns dieser große Erzengel; denn fast augenblicklich legte sich die Wuth des Kriegers, und unsre übrigen Feinde horchten auf die Erklärung, die wir ihnen über unser Erscheinen in ihrem Lande gaben."
Aber auch diese Mission trug nur die bitteren Früchte der Enttäuschung. Die Jesuiten hatten bei diesen Wanderungen alles und mehr ausgehalten, als gewöhnliche Menschen zu ertragen vermögen. Nur durch ein Wunder waren sie dem Tode entgangen, und zwar war er ihnen nicht einmal, sondern häufig nahegetreten. Ihr Eifer aber ließ nicht nach, ihre Zuversicht auf den endlichen Sieg über die Hölle wankte nicht, Eine tiefe, durch nichts zu unterdrückende Inbrunst drängte sie zu neuen und gefahrvolleren Wagnissen. Die hehren Wesen von menschlicher Gestalt, aber göttlicher Kraft, die ihnen die Grundzüge der christlichen Wahrheiten verkörperten nnd dramatisirten, die Heiligen, die Engel, die Himmelskönigin Maria umschwebten sie bei ihren Mühen und Gefahren und zeigten ihren entzückten Blicken die Glorienscheine und die Kronen der ewigen Seligkeit, und darüber vergaßen sie alle Mühen und Leiden, den Tomahawk und den Marterpfahl der rothhäutigen Satansdiener, um ihre heroische Sehnsucht nach neuen Seeleneroberungen einem weiteren Schauplatz und Arbeitsfelde zuzuwenden. Schon sahen sie im Geiste den Tag nahen, wo ihnen das Krenz in die bluttriefenden Städte der Irokesen zu tragen vergönnt sein würde.
Wie wir sehen werden, trat das Gegentheil ihrer Hoffnungen ein. Die Irokesen kamen mit Heeresmacht zu ihnen, erstürmten ihre Städte und erwürgten die von ihnen gesammelte christliche Heerde bis auf einen kleinen Rest, der dann bis auf ein noch kleineres Häuflein fern von der Heimat durch Hunger und Seuchen verdarb. ^ ^.
Literatur.
Der Wille, die Lebensgrundmacht. Von Robert Schcllwien. Erster Theil. Der Wille, die Quelle des Bewußtseins. Berlin, Vcrlcig von G. W. F.
Müller, 1879.
Robert Schellwien ist den Freunden spekulativer Philosophie längst als ein geistvoller und gewandter Kämpfer gegen die negativen Mächte der Zeit>