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Die Katastrophe in Kairo.
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internationalen Gerichten als berechtigt anerkannt worden waren, er that dies lediglich, nm von Nothschilds den Rest der 8^ Millionen Pfund Sterling zu erhalten, die unter dem englischen Finanz-Kontroleur Nivers Wilson zur Til­gung der schwebenden Schuld geborgt worden, er machte sich aber mit keinem Worte zu irgendwelchen anderen Reformen in der Finanzverwaltung anheischig, und selbst mit solchen wäre ihm nicht zn trauen gewesen.

So reifte der Entschluß, von der Pforte seine Absetzung zn fordern. Wie das gekommen, ist noch nicht ganz klar, gewiß scheint nnr, daß England ungern daran gegangen ist. Nach der einen Version hätte Frankreich gleich nach dem Staatsstreiche die Beseitigung Ismail's verlangen wollen, sei aber von England davon abgehalten worden und habe dann, ohne England vorgehend, sein Verlangen wiederholt, um den bloßen Protest Deutschland's gewissermaßen zu übertrumpfen. Dagegen sagt der „Observer", andeutend, daß er ans guter Quelle schöpfe, daß Vivian, der englische Generalkonsul in Aegypten, schon vor einiger Zeit auf Empfehlung seiner Regierung dem Vizekönig, nicht offiziell, gerathen habe, zu Gunsten seines Sohnes abzudanken. Znfällig „oder in andrer Weise" sei bald darauf derselbe Rath von den Vertretern Dentschlcmd's und Oesterreich's in Kairo ertheilt worden, und daraus hätten Frankreich und England sich mit­einander verständigt, Ismail den Schritt gleichfalls und zwar jetzt offiziell zu empfehlen, nnd ihre Generalkonsuln angewiesen, dies zu thun. Der Chediw schien nach den ersten Nachrichten vom Ende seiner Herrschaft nach kurzem Bedenken darauf eingegangen zu seiu. Nach dem letzten Telegramm aber kann das nicht der Fall gewesen sein; denn dieses spricht klar und ausdrücklich aus, daß er vom Snltcm abgesetzt worden ist.

Doch dies sind Nebensachen. Das Wesentliche für uns ist, daß die Initia­tive zu entschiedenem Vorgehen in dieser Angelegenheit vom deutschen Reichs­kanzler ausgegangen ist. G>>

Me

Leipzig-Aresdner Lisenbahn, ein Werk Iriedrich Ast's.

Als vor drei Jahren die Leipzig-Dresdner Eisenbahn in den Besitz des sächsischen Staates überging, und die letzte Generalversammlung der Aktionäre (29. März 1876) eine zehnprozentige Rente dafür in Empfang nahm, da mochte angesichts des guten Geschäfts die Kompagnie sich doch «richt auflösen, ohne