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Politische Briefe. XII. : Die Reichstagsparteien und die Finanzzölle.
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Artikel in Aussicht genommene, kann selbstmörderisch werden. Denn wir glauben noch nicht an die nachhaltige Opposition des Zentrums gegen die Finanzzölle und namentlich nicht an die Gefährlichkeit der Garantieforderuugen, an welchen die Partei schließlich festhalten wird. Daß die nationalliberale Partei dahin kommen sollte, der Hauptfortbildung des Reiches seit seiner Schaffung entgegengetreten zu sein, so daß der Sieg dieses Fortschrittes dem Zentrum zu danken wäre, dies mögen wir noch nicht glauben. Schwerlich dürfte die Partei diese verblendete Wendung gegen ihren Ursprung jemals ver­winden. Die Pflege und Fortbildung des nationalen Gedankens müßte nach diesem Akt politischer Unbesonnenheit auf andere Männer übergehen, die Führer mindestens, welche diesen Akt zu verantworten hätten, könnten niemals mehr die Ehre verdienen, als Vorkämpfer des nationalen Gedankens die Leitung in diesem Kampfe beanspruchen zu dürfen. ^

Literatur.

Fürst Bismarck und unsere Zeit. Von Dr. Hermann Klee. Berlin, Carl

Duncker's Verlag, 1879.

Der Verfasser dieser Schrist will uns keine Biographie des Reichskanzlers geben, sondernein richtiges Verständniß für unsere Zeit, für das Wirken des Fürsten Bismarck in ihr und für die Prinzipien, die er wieder zn Ehren ge­bracht, verbreiten",unter möglichster Abstrahirung von konkreten Daten aus der Geschichte den geistigen Kern herausschälen". Nach einem Rückblicke auf das Zeitalter der Revolution versucht er, ein Charakterbild des Fürsten zu ent­werfen, der ihm derechte Repräsentant einer soldatischen, königstreuen und glaubensstarken Gesinnung" nnd ein mannhafter Kämpfer gegen die den Staat bedrohenden revolutionären Tendenzen der Gegenwart ist. Dann wendet er sich zu der auswärtigen Politik Bismarck's, die er zunächst als preußische, dann als deutsche, zuletzt als großmächtliche auftreten läßt. Eingehender be­schäftigt sich die Schrift hierauf mit der vielfach mißverstandenen, aber auch von ihr nicht ganz richtig charakterisirten inneren Politik des Reichskanzlers. Manches, was der Verfasser hier bemerkt, können wir unterschreiben, namentlich alles, was er iiber die Fortschrittspartei sagt, desgleichen das, was er über die Stellung des Fürsten zu den wirthschaftlichen Fragen urtheilt, indem er ihm das Bestreben zuschreibt,die Industrie und die Finanzen des Reiches auf die Höhe einer auch national-ökonomisch großen Macht zu bringen, dem jungen deutschen Reich mehr inneres Leben und Blut zuzuführen und zu bewirke«,