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Rückblicke auf den orientalischen Krieg 1877-1878. V : die Ereignisse auf dem Kriegsschauplatz in Asien von Mitte Juli 1877 bis zur Beendigung des Krieges.
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vielleicht ein Beweis, wie wenig Pardon gegeben oder genommen wurde. Außer­dem fielen 303 Geschütze in die Hände der Sieger. Den Russen hatte der Sturm nur 488 Todte (einschließlich 6 Offiziere) und 1785 (dabei 59 Offiziere) Verwundete gekostet.

Die Einnahme von Kars am 18. November besiegelte endgiltig den Triumph der Russen ans dem Kriegsschauplatz in Asien; die Widerstandskraft der Türken im freien Felde war ja durch die Schlachten vom 15. Oktober und 4. November schon vorher gebrochen. Die Einnahme von Erzerum konnte bei den jetzt frei gewordenen Kräften nur eine Frage der Zeit sein, die man sich anch nahm, ohne dort zu neuen gewaltsamen Versuchen zu schreiten. Batum, dem man bisher nicht nahen konnte, war nnn wenigstens auf der Landseite völlig einzuschließen, und nur zur See blieb ihm noch ein immerhin beschränkter Verkehr.

Von der russischen Armee in Kars rückte eine Division nach Erzerum ab, welches nach deren Ankunft enger eingeschlossen und von seinen Verbindungen mit Trapesunt und mit dem Innern Kleinasien's abgeschnitten wurde. Es hielt jedoch die Blokade aus, bis der Waffenstillstand vom 30. Januar 1878 den Feindseligkeiten ein Ende machte.

Eine starke Abtheilung unter General Komarow ging von Kars nach Ardahan, um später von da gegen Batum zu operiren. Allein erst im Dezember geschahen hierzu die einleitenden Schritte dnrch Vorschieben von Abtheilungen bis Ardanutsch. Derwisch Pascha hatte indeß schon am 27. November alle vorgeschobenen Stellungen räumen lassen; das Rion-Korps traf am 28. bei Chutzubcmi nur auf Vorposten, die eilig hinter den Kintrischi flohen. Aber auch gegen Batum unterließen die Russen bis zum Ende des Feldzuges jede weitere ernstliche Unternehmung.

Die Samoa-Inseln und der Konflikt mit Deutschland.

Mit der Ausbreitung unserer maritimen Beziehungen und des deutschen Handels über alle Länder nehmen naturgemäß auch die Konflikte, denen eine große handeltreibende Nation in überseeischen Ländern nicht entgehen kann. Kaum ist der Streit mit Nicaragua durch die Dazwischeukunft deutscher Kriegs­schiffe beigelegt, so hören wir schon wieder von einem Eingreifen unserer Flotte auf den Smnoa-Inseln in der Südsee. Am 16. und 17. Juli dieses Jahres wurden zwei Häfen Falealili und Salnafata auf der zu Samoa gehörigen