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Die akademische Kunstausstellung in Berlin. I.
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zahlreichen übrigen, ihm zu Theil gewordenen anzuführen. In diesem Jahre hat er das klassische Alterthum verlassen und uns ein Bild geschickt, dessen Stoff dem Hofleben der fränkischen Könige entlehnt ist. Die Geschichte ist sehr weit hergeholt und nicht Jedermann geläufig. Der Katalog muß daher aushelfen und uns erzählen, daß die blonde Dame mit den ungeheuer langen Schenkeln, welche auf einem Lederpolster hinter dem Vorhang eines Bogenfensters sitzt und sehr mißvergnügt ins Freie blickt, Fredegunde ist, das Weib des Königs Chilperich. Die Ursache ihres Mißvergnügens wird uns klar, wenn wir ihren Blicken hinaus ins Freie folgen. Man sieht da eine wirre Menge kleiner, bunter Figürchen, Frauen und Männer, welche jubeln und Blumen streuen, Geistliche vor einem Altare, den König, der einer königlich geschmückten Frau ein Diadem aufsetzt u. s. w. Der Katalog sagt uns, daß die empfangene Fürstin die neue Gemahlin des Königs, Galeswintha, ist, und aus diesem Um­stand erklärt sich der Mißmuth der zurückgesetzten Fredegunde. Ob die schonen Sachen, die vor ihr stehen, Spangen, güldene Ketten und Toilettengeräthe, zum Hochzeitsgeschenk für die neue Gebieterin oder zu ihrem eigenen Gebrauch be­stimmt sind, ist nicht recht ersichtlich.

Die kleinen Figuren im Hintergrunde sind, wie gesagt, ohne Lnftperspektive neben und hinter einander gestellt. So entsteht ein unklares Sammelsurium: man weiß nicht, wer auf den vordersten Plan, wer auf den mittleren nnd wer in den Hintergrund gehört. Die ganze Geschichte macht den Eindruck, als sähe Fredegunde aus ihrem Fenster dem Spiele eines Puppentheaters zu. Dasselbe Bild ist übrigens auch im diesjährigen PariserSalon" in Aquarell zu sehen. Dort bildet es den Mittelpunkt eines Cyklus von mehreren Bildern, der erst die Geschichte verständlich macht, welche Alma-Tadema den Berlinern nur bruchstückweise vorzutragen geruhte.

Iie Aoth der Kelgoländer.

Nach Errichtung des deutschen Reichs hat wohl schon Manchem die Frage sich öfter aufgedrängt, ob es nicht wünschenswert!) und möglich sei, dieses so dicht an den deutschen Küsten liegende, von unseren Stammesgenossen bewohnte und nur infolge der früheren Ohnmacht Deutschland's uns verloren gegangene Eiland wiederzugewinnen. Zum mindesten will es für das neue deutsche Reich nicht recht würdig erscheinen, daß uns die englische Flagge so dicht vor