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Ein Ritt durch Kleinasien.
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blieben. Nach manchen Kreuz- und Querzügen durch das Land der Jesidis oder Tenfelsanbeter kam Burnaby nach Kars. Diese Festung ist gelegentlich ihrer letzten Belagerung zu oft beschrieben worden, als daß wir hier noch auf Burnabys Schilderung eingehen sollten. Damals lagen etwa 20,000 Mann dort und die Forts befanden sich in einem sehr vernachlässigten Zustande. Die Scheußlichkeiten, die hier von den Russen erzählt wurden: hängen, spießen, Nasen- und Ohrenabschneiden, lebendig braten nnd dergl., worüber Burnaby gewissenhaft Buch führt, können wir wohl übergehen. Wir eilen mit ihm nach Ardahan, wo er nach einem 2000 englische Meilen langem Ritte seine Reise be­schließt. Die Pferde wurden verkauft und im nahen Batum der Dampfer be­stiegen, welcher den flotten Reiter nnd Russenfresser uach Konstcmtinopel brachte.

A. Rauchhaupt.

Dom deutschen Keichstage und preußischen Landtage.

Berlin, 31. März.

Noch einmal hat der Reichstag dem preußischen Landtage eine Woche lang den Vorrang lassen müssen. Die Fortsetzung der Spezicilbercithung des Budgets, welcher die drei Neichstagssitzungen während dieser Zeit hauptsächlich gewidmet waren, konnte neben den Verhandlungen voll dramatischer Bewe­gung, welche sich gleichzeitig im Abgeordnetenhause abspielten, die allgemeine Aufmerksamkeit nicht fesseln. Ein verhältnißmäßig großes Interesse wandte sich dem Etat der Post- und Telegraphenverwaltnng zu. Seit Jahren wird der Reichstag mit Petitionen unzufriedener Beamten überschwemmt; auch von anderer Seite ist mit eiuer gewissen systematischen Beharrlichkeit die Vorstel­lung hervorgerufen worden, als ob die oberste Leitung des Post- und Tele­graphenwesens planmäßig eine geradezu unmenschliche Ausbeutung ihrer Unter­gebenen betriebe. Um diesen Beschwerden endlich einmal auf deu Grund zu kommen, hatte man jetzt einzelne Theile des betreffenden Etats einer besonderen Kommission zur Prüfung überwiesen. In derselben ist man indeß allseitig zu der Ueberzeugung gelangt, daß die Verwaltung nach durchaus gerechten und humauen Grundsätzen verfährt, und in dem Berichte der Kommission hat man sogar einen öffentlichem Tadel der Hauptschiirer für angezeigt gehalten. Dem­nach ist wohl zn hoffen, daß das Querulantenwesen, welches sich unter den Postbeamten immerhin breit zn machen drohte, für einige Zeit wenigstens sein