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Beiträgen zur Geschichte des alten Orients"/) als wenn sie das Publiknm langweile, nichts gefährlicher, als wenn sie in die Mode komme und auf weite Entfernungen hin alle Hcilbwisser anlocke: kein wahrer Freund der Assyrio- logie sollte wünschen, daß die in England ausgegebene Losnng bei uns befolgt werde. Das Verdienst des Gntschmid'schen Einspruchs beruht demnach wesentlich auf formalen Seiten; er tadelt namentlich die Methode, ohne sich der Anerkennung der gesicherten Resultate zu entziehen, und wenn seine Angrifft vorsichtig machen sollen gegen das zu Tage getretene Ueberhasten der Entzifferung und die sanguinische Art, mit der man sich, gedeckt durch die Jdeo- und Phono- grammtheorie, über die Schwierigkeiteu weghilft und durch apologetische Schönfärberei auch andern wegzuhelfen sucht, so kann dieser Enthusiasmusdämpfer für die Wissenschaft nur ersprießlich sein.
Dresden. Rudolf Buddensieg.
I>-^, 140—141.
Aie deutsche Literatm 1744-1756.
VoN Julian Schmidt, t-*)
— „Warum können so wenige, die sonst Kenner sind, sich in den Messias finden? — Man mnß ihm nachempfinden können, und wie viele können das? Wir, die wir dies unschätzbare Gedicht empfinden, sind berechtigt, eine sehr gute Meinung von uns zu haben. Die erhabenen Empfindungen, deren unser Herz fähig ist, sind Bürgen einer nicht gemeinen Vortrefflichkeit, die in uns liegt."
So schreibt Ang. 1751 Studiosns Wie land (1,8 I.) in Tübingen, Sohn eines Pfarrers in der schwäbischen Reichsstadt Biberach, an Bodmer, dem er eine Reihe von Dichtungen übersendet: ein Lehrgedicht über die vollkommenste Welt in Alexandrinern, ein Epos „Herman", einen Lobgesang auf die Liebe in Hexametern u. s. w.; der junge Mensch war von einer unglaublichen Schreibfertigkeit.
*) Zu vergl, die Aufsätze desselben Verfassers I. Quartal 1878, S. 361, 401, 441, 499.