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Italienische Novellisten : 1. Ippolito Nievo.
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sen haben müsse, um in den Salons der guten Gesellschaft geistreich plaudern zu können.

So ist es gekommen, daß Nievo schon fünfzehn Jahre nach seinem Tode gleichsam von neuem entdeckt, andern Nationen jetzt erst förmlich vorgestellt werden mußte, während bei uns z. B. die Verfasser sogenannter historischer Romane gefeiert werden, die in Beziehung auf Geschichtskenntniß und Ge­schichtstreue wie in Betreff der künstlerischen Gestaltung des Stoffes mit Nievo gar keinen Vergleich aushalten.

Es wird dem Folgenden vorbehalten bleiben, den historischen nnd künst­lerischen Gehalt der beiden Romane Nievo's, welche die vorliegende Sammlung bietet, noch näher darzulegen.

Literatur.

Jakob von Falke, Studien zur Kultur und Kunst. Wien, Gerold, 1877.

Es ist in neuerer Zeit in gewissen Kreisen Mode geworden, über die ge­druckten Sammlungen vorher zerstreut erschienener Aufsätze tadelnd sich ans- zusprecheu. Das geschieht im Allgemeinen mit Unrecht. Denn Jedermann, der wissenschaftlich arbeitet oder wissenschaftliche Arbeiten auch nur ernstlich liest, kennt den durch die nneudlich große Zahl von Zeitungen und Zeitschriften aller Art verursachten Uebelstand, daß es oft sehr schwer ist, einen be­stimmten vor längerer Zeit gedruckten Aufsatz, besonders wenn derselbe in einer Politischen Zeitung (die nur selten gesammelt wird) erschienen ist, zu finden oder zu erlangen. Wenn daher der Schriftsteller feine im Laufe eiuer Reihe von Jahren erschienenen, an verschiedenen Orten gedruckten Aufsätze verwandten Inhalts, iu revidirter Form neu erscheinen läßt, so erweist er dadurch nicht nur seinen Verehrern einen großen Dienst, sondern dringt mit diesen gleichsam neu erscheinenden Arbeiten auch wieder in neue und weitere Kreise, erleichtert das Studium seiner Arbeiten und vermehrt den Nutzen, welchen er durch die­selben zn stiften gedachte oder schon gestiftet hat, in erheblichem Maße. Ganz besonders gilt das Gesagte von den guten, wirklich nützlichen Arbeiten; die andern bleiben ohnedies ungedruckt.

Daher begrüßen wir eine soeben (bei Carl Gerold in Wien) erschienene Sammlung höchst interessanter Studien des berühmten Kunst- und Kultur­historikers Jakob v. Falke, welche bisher zum großen Theil in einer Wiener