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habene Kraft in den Ausdrücken zu finden, die wir in unsrer Sprache noch selten so Miltonisch gefunden haben."
Die Anerkennung war kühl; sie drückte ziemlich richtig das Urtheil der wissenschaftlich Gebildeten aus. Haller (43 I.) genoß damals ein fast unbeschräuktes Ausehen, als Gelehrter, als Dichter, als Kritiker; er war die einzige europäische Berühmtheit, die Deutschland damals besaß: vom Kaiser geadelt, brittischer Staatsrath, Mitglied der Akademie von Paris, Bologne, Florenz u, s. w.
Haller hatte seine Marianne herzlich geliebt; er liebte anch jetzt seine dritte Fran: aber diese seraphische Fanny-Liebe war nichts für ihn. Anch seine Religion war andrer Art: das beständige entzückte Anschauen Gottes, das Streben, in seine Tiefe verständnißvoll herabzusteigen, kam ihm vermessen vor; er zitterte nur vor der rächenden Gottheit, vor welcher er sich unwürdig fühlte.
Dagegen verkündete Bodmer in den „Neuen kritischen Briefen" gläubig die „Annäherung eines goldnen Zeitalters der deutschen Poesie." — „Sie thnu ein sehr gutes Werk", schreibt ihm Sulz er aus Berlin 8. Jan. 1749, daß Sie sich des Messias so eifrig annehmen. Es kommt mir um so nöthiger vor, den Verfasser aufzumuntern, da die Herausgeber der Bremer Beitrüge nicht uugern sähen, wenn er stehn bliebe; er habe etwas unternommen, das über seine Kräfte gehe. Es reut sie schon halb uud halb, den Anfang gedruckt zu haben."
Ganz überschwänglich trat Bodmers Freund, Pastor Heß, für den Messias ein. In Halle sprach sich Prof. Meier (30 I.) für Klopstock aus; nicht gerade eingehend, aber er machte es den Gottschedianern unmöglich, die nene Erscheinung todtzuschweigen. Sie fielen nnch bald darüber her: das Werk eines Bodmericmers war ihnen von vornherein verdächtig.
Iie Entwickelung des altgrichischen Kriegswesens.
Von Max Jähns. VIII.
13. Die Herrschaft des Söldnerthums.
Epameinondas hatte durch feine idealen sozial-militärischen Bestrebungen einen neuen Aufschwung der kriegerischen Kraft des Bürgeraufgebots für Theben herbeigeführt, und diesem war es nicht zum wenigsten zu danken, wenn