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Die deutsche Auswanderung nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika.
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vollkommen Herr der deutscheil Sprache ist und viele deutsche Gedichte, n. A. auch Goethe'sFaust", ins Englische übertragen hat.

Rud. Doehn.

Mn deutschen Ueichstage und preußischen Landtage.

Berlin, 10. Fcbmur.

Unter einer merkwürdigeren Konstellation, als der gegenwärtigen, hätte die Volksvertretung des deutschen Reiches nicht zusammentreten können. Seit Jahren haben sich die kritischsten Fragen äußerer und innerer Politik nicht in einem Maße gehäuft, wie in diesem Augenblick. Die orientalische Verwicke­lung aufs Aeußerste zugespitzt, das Konklave die Wahl vorbereitend, von der es abhängen wird, ob zwischen dem modernen Staate und der römisch katho­lischen Kirche wieder friedlichere Beziehungen Platz greifen, oder ein Kampf auf Leben uud Tod geführt werden soll; im Innern die Ungewißheit noch immer nicht gehoben, ob der erste Beamte des Reichs das von ihm geschaffene Werk weiter führen oder ob er wirklich mnthlos die Arme sinken lassen wird; die Probleme einer lebensfähigen Organisation der Zentralverwaltung des Reichs, eines den thatsächlichen Verhältnissen besser entsprechenden Zusammen­wirkens zwischen der Leitung der hauptsächlichsten Verwaltungszweige im Reich und in Preußen noch mitten im Fluß, die endgültige Entscheidung über sie noch ganz unberechenbar; die große Frage einer durchgreifenden Steuerreform, ohne welche die stets steigenden finanziellen Bedürfnisse des Reichs, wie der Einzelstaaten eine dauernde Befriedigung nicht finden köuuen, noch nicht ein­mal klar und deutlich gestellt, geschweige denn reif zur Lösung; daneben der Prinzipienstreit über die Wirthschaftspolitik, unterstützt einerseits durch das fortdauernde Darniederliegeu des Verkehrs, andererseits durch das einstweilige Scheitern der Handelsvertragsverhandlimgen mit Oesterreich, mit ungebrochener Heftigkeit fortgesetzt -- das ist die Lage, unter welcher der deutsche Reichstag diesmal seine Thätigkeit beginnt. Die Thronrede, trocken und geschäftsmäßig, wie wir es im Reiche längst gewohnt sind, hat in das verhänguißschwere Dunkel der Situation wenig Licht gebracht. Was sie über die orientalischen Wirren sagt, klingt mehr wie ein frommer Wunsch, als wie eine ans feste Thatsachen begründete Ueberzeugung. Erfrenlich ist die erneute Bekräftigung der Vermitteluugs- und Friedenspolitik, welche die Negiernng des deutscheu Reichs inmitten aller Komplikationen der letzten Jnhre unentwegt befolgt hat!