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Die Entwicklung des altgriechischen Kriegswesens. VI. : 11. Die Entwicklung des Söldnerthums und die ihr entspringende neue Taktik.
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zum Kriegsdienst, wer 4 erzeugt, von allen öffentlichen Lasten und Leistungen freigesprochen gcmz im Widerspruch mit der früheren Sitte, nach welcher z. B. dem Leonidas nur solche Männer beigegeben wurden, die schon Kinder hatten, durch welche, wenn sie selbst auch fielen, doch ihr Haus fortgesetzt wurde. In jeder Weise sparte man jetzt das spartanische Blut. Schon im 8. Jahre des peloponnesischen Krieges hatte man dem Bmsidas, als er nach der Chalkidike abging, gar kein spartanisches Korps, sondern nur 700 als Hopliteu ausgerüstete Heiloten mitgegeben, zn welchen er im Peloponnes 1000 Söldner warb; und in der Folge wurden zu entfernteren Feldzügen überhaupt nur Periöken, Nevdcnnoden, Heiloten und Söldner ausgesandt, von Spartiaten aber nicht mehr als 30 mitgegeben, die den Stab des Feldherrn bildeten und das Kommando der einzelnen Heerestheile übernahmen.

Die neue Einrichtung des Agesilaos führte nun in der That zu einer bedeutenden Steigerung der lakonischen Wehrkraft, die sich der attischen bald umsomehr überlegen erweisen mußte, als die Söldnertruppm Spartas nicht wie die Athens auch von Söldnergeneralen geführt wurden, das Herrenvolk vielmehr, so klein es war, doch der feste Kern des Heeres blieb. So kam es, daß Sparta endlich wirklich die Hegemonie erkämpfte und sie vielleicht be­hauptet hätte, wenn der soldatische Uebermuth es nicht zur Mißhandlung der Hellenen geführt uud die Vorstandschaft in eine entehrende Zwangsgewalt ver­wandelt hätte.

Als Sie, lieber Freund, auf Ihrer letzten Sommerfahrt sich's bei mir gefallen ließen und ich Ihnen unsere reiche nnd schöne Bibliothek zeigte und dann des Abends allerlei von den Leiden und Freuden des Bibliothekars er­zählte,' da forderten Sie mich auf, das, was ich Ihnen vorgeplandert, einmal ganz schmucklos niederzuschreiben für Ihregrünen Blätter"; Sie meinten, es könne das vielleicht für manchennützlich und angenehm" zu lesen sein. Ich habe in der Zwischenzeit manchmal daran gedacht, ohne mich dazn entschließen zu können. Neulich aber, als mir's wieder durch den Kopf ging, setzte ich mich hin und schrieb drnuf los, und so schicke ich's Ihnen denn. Thnen sie damit, was Sie nicht lassen können, wüthen Sie nach Herzenslust mit dem Rothstift dariu, aber machen Sie mir's nicht, wie Bolz mit dein armen Schmock, daß am Ende bloß dieBrillanten" stehen bleiben; sonst räche ich mich an