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Die Entwicklung des altgriechischen Kriegswesens. VI. : 11. Die Entwicklung des Söldnerthums und die ihr entspringende neue Taktik.
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Me Lntwickel'ung des altgriechischen Kriegswesens.

Von Max Jähns. VI.

11. Die Entwickelung des Söldnerthums und die ihr entspringende neue Taktik.

Sorgfältig muß man unterscheiden zwischen der Besoldung der Bürger­aufgebote nnd eigentlicher Söldnerei. Die hellenischen Heere mußten, wie spä­ter die römischen, gelöhnt werden, sobald die Feldzüge nicht mehr ganz kurz waren, sie mußten noch höher gelöhnt werden, sobald sie auch im Frieden längere Uebungszeiten innezuhalten hatten. Dieser Gesichtspunkt hatte den Pe- rikles bei seinen Wehreinrichtnngen geleitet. Aber eine solche Löhnung ist nichts anderes als eine Entschädigung derselben Art, wie etwa die zu Athen üblichen Gerichtsgelder: es ist die Form, unter welcher der Kriegsdienst den Staats­angehörigen, den Gemeindegliederu überhaupt möglich gemacht wurde. Ge­gen Ende des pelopvnnesischen Krieges trat hierin eine Aenderung ein.

Bisher hatte die kriegerische Kraft der griechischen Staaten durchaus auf den Bürgerheereu beruht. Zum Sold dienst e hatten sich nur solche Männer hergegeben, die keinem fest geordneten Staatswesen angehör­ten. So war es altarkadische Sitte, in fremden Kriegsdienst zu gehen, und auch die halbhellenischen Karer und Thessciler huldigten frühe diesem Brauche.*) Arkadien, gauz von Gebirgen durchzogen, bestimmte durch seine Natur die Bewohner zu Hirteu und Jägern; es ist die Schweiz Griechenlands; uud gleich

Die Sage berichtet, dasi Bachns mit den gefangenen Titanen einen Vertrag schloß nnd sie bei feierliche,» Trunke Treue schwören lieh. Daher stammt, wie Dwdor von Si­zilien erzählt (2,70), die griechische Bcneimimg eines salchm Saldvertrags. Grenzlwtcn I. 1878. 31