Contribution 
Aus der Herresgeschichte des Osmanischen Reiches. II.
Page
221
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 

221 -

Bei aller Anerkennung der Verdienste vorgenannter Offiziere dürfen wir jedoch unseren großen Schlachtendenker zunächst als denjenigen bezeichnen, der die neue Saat ausgestreut hat, ans welcher die jetzige türkische Armee erwachsen ist. An äußerem Zusammenhang, äußerer Kraft hat sie unzweifelhaft ge­wonnen. Ob ihr jedoch die sittliche Macht iunewohut, welche der Träger echten Soldatengeistes ist und allein dauernde Siege verheißt, das wird die Zukunft zeigen. W. v. H.

Ueber Theilung der Arbeit

im wissenschaftlichen Lehren und Lernen auf der Universität.

Von Dr. C. Hueter, Professor der Chirurgie an der Universität Greifswald.

(Schluß.)

Ich zweifle nicht daran, daß alle Wissenschaften die gleiche Entwicke­lung durchlebt haben, obgleich zugestanden werden muß, daß die Zeiträume der Entwickelung für verschiedene Wissenschaften sich verschieden verhalten. Bald tritt mehr die Forderung des Rohstoffs, bald mehr die Verarbeitung ^selben in den Vordergrund; aber zu keiner Zeit wird ausschließlich nur in der einen oder nur iu der audern Richtung für jede Wissenschaft gearbeitet, ^eist sind es neue Methoden der Untersuchung, welche zunächst eine größere Menge von Rohstoff zusammeutrageu lassen, bis derselbe wieder iu deu großen Bau der Wissenschaft endlich eingefügt wird. Ich erinnere, um auch hier ein Beispiel zn nennen, au die Entdeckung des Mikroskops; es war zu begreiflich, daß nach dieser Entdeckung mit größter Beharrlichkeit alle Theile des Körpers, ^e Thiere, alle Pflanzen auf die feinere Zusammensetzung ihrer Gewebe durch- lvrscht wurde«. Bald jedoch faud mau, daß der Besonderheiten nicht allzu ^ele waren, und daß vieles, was man zuerst als etwas ganz seltsames er- unut zn haben glaubte, uur eine geringe Abänderung gewöhnlicher Gewebs- bestandtheile darstellte. So kam bald eine gewisse übersichtliche Ordnung in °le Ergebuisse mikroskopischer Forschung, uud während man früher glaubte, daß man bei der mikroskopischen Untersuchung irgend eines, bis dahin nicht untersuchten Thieres merkwürdige Neuigkeiten finden würde, so weiß man hwte, dnß es lohnender ist, an einem einzigem Thier, an einem einzigen Organ