Wesen allen Liebhabern von Scherz, Verstand und Gerechtigkeit bestens empfohlen haben. Herrn Monfcmg und den übrigen Romlern wird es freilich ein Dorn im Auge und ein Pfahl im Fleische sein, aber wir meinen, das sollte es auch.
Ursachen der Wandlung in Aaden.
Straßburg, 24. Jmn.
Ein badischer Korrespondent Ihres Blattes hat wiederholt Bedenken über die Stellung geäußert, die man in den maßgebenden Kreisen Karlsruhes seit einiger Zeit zum Kampfe des Staates mit den Ultramontanen einnehmen zu wollen scheint und seit dem Ministerwechsel vom vorigen September wohl schon einzunehmen begvuuen hat, wenn auch vorläufig mehr mit Wünschen, als mit Handlungen, die ein Zurückweichen vor Rom und seinen Bundesgenossen ausdrücken. Zuletzt gab er solche Andeutungen vor etwa acht Wochen. Ich erkundigte mich infolge dessen, was an denselben Wahres sein möge. Aber erst jetzt erhalte ich einigen Ausschluß, der zuverlässig ist. Es gehört mehr Bekanntschaft mit jenen Kreisen, als man sich hier verschaffen kann, dazu, um genau sagen zu können, auf welche Weise sich die Stimmung derselben in der angedeuteten Richtung allmählich geändert hat, ob nur durch Elemente, die sich nach und nach dort eingeschlichen, oder auch infolge einer bereits vorhandenen Disposition, welche jene Elemente gewittert und dann genährt haben. Als sicher wird von Leuten, die es wisfen können, angenommen, daß die Veränderung des Wetters in den oberen Regionen mit gewissen Einflüssen in Verbindung zu bringen ist, die von hier, von Straßbnrg ausgingen.
Von hier stellte sich unter Anderen in Karlsruhe wiederholt ein Herr ein, der vor einiger Zeit Anstellung an unserer Universität gefunden hat — Sachkenner behaupten, weniger seiner wissenschaftlichen Verdienste halber, als auf Grund von Empfehlungen von Seiten einer einflußreichen Coterie, die ihre Verzweigungen bis über den Kanal erstreckt. Zur Charakterisirung desselben diene Folgendes. Monsieur — ich nenne keine Namen — vertrat früher als Ministerresideut in Berlin die Jnteresseu gewisser kleiner Republiken, und da es auf diesem Posten nicht viel zu thuu gab, er aber ein strebsamer Geist war, der das Bedürsniß, eine Rolle zu spieleu, empfand, so sah er sich genöthigt, mehr oder minder laut und öffentlich Privatpolitik zn treiben. Er wirkte