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sich auf der falschen Seite antreffen zn lassen, und wir erwarten ihre etwaigen Kombinationen bald anseinanderfallen zu sehen, — wenn nur die südlichen Demokraten ihren Versprechungen treu bleiben." Der „New-Ivrk Herald" ließ sich folgendermaßen vernehmen: „Was bleibt dem Präsidenten zn thun übrig? Er muß eine neue Partei gründen. Er mnß die Männer aus deu republikanischen und aus den demokratischen Reihen, welche sich mit ihm zur Reformirung des Civildienstes und zur Anbahnung der Versöhnung vereinigen wollen, um sich sammeln. Die öffentliche Meinung ist reif für einen solchen Wechsel. Wenn Hayes seinen Kampf gegen die Barone der republikanischeu Partei und der Carpetbagger weiter ftihrt, kann er sie überwinden, wie Richelieu den Feudaladel Fraukreichs unterworfeil hat. Er mnß gegen die Politiker an das Volk sich wenden. Er mnß eine liberale Politik in großen Zügen dem Volke vorlegen, — eine Politik, welche das allgemeine Vertrauen gewinnt. Er kann die Barone stürzen, indem er ihnen ihre Macht entzieht; das aber kann er thun, wenn er sich ganz frei vou allen jetzt existirenden Parteieinflüssen macht. Das Land sieht, daß beide Parteien korrupt sind. In der einen (der republikanischen) haben wir den Carpetbagger und den Whiskydieb, in der andern (der demokratischen) den betrügerischen Bankrotteur nnd das Hanpt der Tammanybaude. Aber die große Masse des amerikanischen Volkes, sei sie demokratisch oder republikanisch, theilt sich nicht nach diesen Klassen ein. Die Farmer, die auf der eigenen Hilfe wohnen, die Kaufleute, die kaufen und verkaufen, die Soldaten, die daran denken, wie sie ehrlich und muthig der Fahne gefolgt sind, sei sie die des Nordens oder die des Südens gewesen, die Bürger, die kein anderes Interesse an der Politik haben, als daß 'das Rechte geschehe, daß die Steuern nicht zu hoch, die Freiheit gesichert, der Segen reich sei, — sie alle sind das Material, ans dem man eine neue Partei, die Partei der nationalen Ehre, bilden kann."
Aehnlich sprachen sich die „Chicago Tribune" und die „New-Dork Times" aus. Letztere wies namentlich darauf hiu, wie die Opposition fast uur durch verletzte Eitelkeit oder Beutesucht in ihren Bemühungen bestimmt werde.
So sieht man, daß der Reformprüfident Hayes nnd dessen Minister wackere Bundesgenossen im amerikanischen Volke haben, nnd daß die Herreu Blaine uud Genvsseu bei ihrer Opposition sehr wahrscheinlich die Rechnung vhne den Wirth, wie man zu sageu pflegt, gemacht haben werden. R. D.
Das Ministerium Krogtte.
Das Gefühl, daß Frankreich nach Vollendung seiner Heeresnmbildnng bei der ersteu gnustigeu Gelegenheit 'zum Nachekriege gegen Deutschland zn schreiten geneigt sei^ hatte uus Deutschen seit dem Frankfurter Friedeil eigentlich niemals verlasseil.
Mit der eigenthümlichen Art vou Beruhigung, welche anch die Gewiss heit des bevorstehenden Uebels zuzugeben pflegt, habeil, wir durch den französischen Ministerwechsel vom 16. Mai d. I. die vvlle Bestätigung erhalte», daß bei den Machthaber!! die schlimmsten Absichteil gegeil Deutschland fortbestehe,,, ja wir müssen in dem Vorgänge den ersteu Schrit zn ihrer Ausführung erblicken.
Es ist gnt, daß ein Revanchekrieg nicht mit der an den 2. Dezember er-