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Der Reichskanzler auf Urlaub.
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au die Art und Weise erinnert werden, in welcher sich die Kräfte, Zwecke und Ränke dieser Hvfopposition die beilänfig schon seit geranmer Zeit bohrt und wühlt in den letzten Mvnateir geltend und fühlbar machten. Der Chefredakteur eines großen reaktionären Blattes, welches seit Jahren schon bemüht war, der Re­gierung und dem Kaiser die Gemüther zn entfremden, wird, endlich wegen Verleumdung von Ministern angeklagt nnd oernrtheilt, gegen das eingeforderte Gutachten der beleidigten Minister auf Verwendung nun, sagen wir einer hohen Dame begnadigt (nach anderer Version wenigstens beurlaubt). Die­selbe hohe Dame schreibt in veröffentlichten Briefen an katholische Vereine, daß sie die Kirchengesetze mißbillige. Zwei Angehörige der neulich erwähnten vor­nehmen polnischen Familie, beide Mitglieder der Centruinsfraktion, der eine Sekretär von Ledochowski gewesen, der andere Kaplan und bei der famosen Marpinger Posse betheiligt, sind gern gesehene Gäste in dem Cirkel, dessen Mittelpunkt sie bildet. Dem Vernehmen nach wären in der Angelegenheit der Ursulinerinnen von ihr Manche werden sich hierdurch vielleicht an Eugenie während des Krieges erinnert finden direkte Reskripte an die Behörden er­gangen. Ein Graf und Oberhvfmeister, der als eifrig nltramontan bekannt ist, dessen Beziehungen zurReichsglocke" bei Gelegenheit der Prozesse gegen dieses Blatt vor der Öffentlichkeit aufgedeckt wurden, und der an den Be­rathungen der Redaktion bei Olbrich Theil genommen, erhält unmittelbar nach diesem Skandal einen der höchsten Orden eine Vielen unerklärliche An­erkennung, die sich der loyale Leser natürlich nicht dadurch verständlich machen wird, daß er annimmt, man habe in einem gewissen Kreise des Hofes die Leistungen derReichsglocke" mit höchstem Wohlgefallen gesehen.

Wie gefallen den Lesern diese Dinge, denen sich noch eine gute Anzahl gleich auffälliger hinzufügen ließe? Daß sie dem Reichskanzler nicht gefallen konnten, versteht sich wohl von selbst, und sehr möglich ist, daß er die von ihm kolportirte Aeußerung, die größte Schwierigkeit von allen mache ihm die diplomatische Mission am eignen Hofe, wirklich gethan hat.

Iom Keichstage.

Berlin, 22. April-

Mehr als irgend eine der vorhergegangenen trug die soeben abgelaufene parlamentarische Woche den Stempel der rührenden wirthschaftlichen Fragen. Die drei ersten Tage gehörten den auf die Gewerbeordnung bezüglichen An­trägen, der letzte war der Zollpolitik gewidmet. Seit dem Beginn der jüngsten