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Die ultramontane Presse in Deutschland.
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Ferner erscheinen in Köln außer demPastoralblatt" die Organe mehrerer frvmmer Vereine: dieJahrbücher des Vereins zur Verbreitung des Glaubens", dieJahrbücher des Vereins vom hl. Vinzenz von Paul" undDas heilige Land." Der Verfasser nennt sodann dasBonifaziusblatt" in Limburg, das Pastoralblatt" in Münster, dasWestfälische Kirchenblatt" und die Predigt­zeitschriftChrysologus" in Paderborn. Unterhaltungsblätter diesen Kalibers sind die ebenfalls in Paderborn herauskommendenFeierstunden." Katholische Naturwissenschaft lehrte die seit längerer Zeit schon zu Münster erscheinende, früher von dem bekannten Professor Michelis redigirte ZeitschriftNatur und Offenbarung". Hanptorgan derchristlich-sozialen" Partei Deutschlands, die es bei den letzten Wahlen zu einem Vertreter im Reichstage brachte, sind dieChristlich-sozialen Blätter", welche in Aachen ihre Redaktion haben, und welche unsere Schrift lebhaft empfiehlt. Endlich gibt es in Preußen zwe^ katholische Organe für literarische Kritik, welche nach der Meinung des Herrn Wverl, der das als Buchhändler wissen muß,Ausgezeichnetes leisten und sich kühn mit den einflußreichsten akatholischen Literaturorganen messen können." Das ältere ist derLiterarische Handweiser" in Münster, 1862 gegründet, jetzt von Dr. Franz Hülskamp redigirt und in circa fünftausend Exemplaren verbeitet Das jüngere, erst zwei Jahre alt, ist die von dem Weltgeistlichen I. Köhler in Aachen geschaffeneLiterarische Rundschau", welche unser Verfasser als ein gut ausgestattetes und inhaltsreiches Organ, dessen kritische Besprechungen selbständigen Werth besitzen" bezeichnet.

Man sieht aus diesen Mittheilungen, denen dann weitere über die übrigen Länder Europas sowie über die ultramontane Presse in Amerika folgen, daß Rom eine recht stattliche Reihe von Vertretern in der Presse auszuweisen hat. Viel helfen aber wird den schwarzen Herren dieses Rüstzeug nicht, und die staatsfeindliche Macht, für die es aufgestellt ist, wird trotz aller großen Wort, gehorchen und sich beugen müssen; denn, wie sagte gleich Fürst Bismarck? Wir gehen nicht nach Canossa.

Zur Geschichte Oesterreichs in den Zaljren 1801 öis 1809*).

Wie sehr sich der Verfasser in dem Wiener Staatsarchiv heimisch gemacht, hat er schon durch manche schätzenswerthe Publikation bewiesen. Von jener Stelle, vou welcher, seit die dortigen Quellen durch die liberale Verwaltung

*) Zehn Jahre österreichischer Politik 18011810. Von Adolf Beer. Leipzig, F. A, Brockhaus. 1877.