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Das Annahmeschreiben von Gouverneur Hayes.
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tigen Geldsystems fortdauert, desto größer wird der Schaden sein, der unseren volkswirtschaftlichen Zuständen und allen Schichten der Bevölkerung der Union zugefügt wird. Wenn ich erwählt werde, so werde ich jede Maßregel billigen, die hier heilend und bessernd einwirkt; niemals werde ich einen Schritt rückwärts thun."

Mit dieser letzten Aeußerung zielt Hayes auf den Passus in der demo­kratischen Platform, der die Aufhebung (repsal) des Gesetzes vom Jahre 1875 verlangt, wonach die Wiederaufnahme der Baarzahlung mit dem Jahre 1879 beginnen soll. Dieser von der demokratischen Nationalconvention zu St. Louis mit den Jnflationisten, d. h. den Anhängern des uneinlösbaren Papier­geldes, eingegangener Compromiß wird Tilden Hayes gegenüber mehr schaden, als irgend etwas Anderes. Ueberhaupt traut man in der Geldfrage der re­publikanischen Partei, Hayes an der Spitze, mehr Gutes zu, als der demo­kratischen Partei.

Wir heben noch hervor, daß Hayes auch in der Schulfrage die rich- tige Stellung genommen hat, insofern er das Schulwesen von allem schäd­lichen Sektenunwesen befreit wissen will. Den empfindlichsten Hieb versetzte er aber wohl der Grantpartei mit der freimüthigen Erklärung, daß er im Falle seiner Erwählung nach Ablauf des vierjährigen Amtstermins eine Wiederwahl für einen zweiten Präsidentschaftstermin unter keinen Um­ständen annehmen würde.

Wie die Sachen jetzt stehen, sind die Aussichten von Hayes auf einen Sieg über Tilden nicht ganz schlecht. Wer aber auch von diesen beiden Männern im November erfolgreich sein mag, Rutherford B. Hayes oder Sa­muel I. Tilden, eine Aenderung zum Besseren gewärtigt man von der Präsi­dentenwahl im Centennialjahre 1876 in jedem Falle; obschon sich die unab­hängigen Reformer in ihrer Mehrzahl von einem Siege der republikanischen Partei durchschlagendere Resultate versprechen. Rud. Döhn.

Literatur.

Maier Helmbrecht von Wernher dem Gärtner. Aus dem Mitteldeutschen übersetzt von Karl Pannier. Cöthen, Verlag von O. Schulze 1876.

Im deutschen Mittelalter gehen wie in der Lyrik so auch in der Epen- dichturig zwei Gattungen von Poesie neben einander her, die Schöpfungen der höfischen und die der im nationalen Leben, im Leben des Volkes, der Bauern stehenden Dichter. Während jene phantastisch, lang ausgedehnt.