Me Ursachen der LoZreißung Uord-UmmKas von
Lngland.
Zur Jubelseier der Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776. ___ Von Dr. Arthur Kleinschmidt.
Kaum war das Erscheinen von Truppen in Amerika bekannt geworden, als Samuel Adams, der darin de^^eim^ einer Militairherrschaft sah, von neuem in die Schranken trat; er wollte den Despotismus nimmermehr ins— Land lassen, sein heiligstes Streben war, die Freiheiten der Colonien zu schützen, um zur Freiheit zu gelangen. Da Massachusetts ohne Legislatur gegenüber den nahenden Truppen war, so trat aus Anstiften Samuel Adams', Otis' und Warren^^ikM"t2. Sepr—eine Bürgerversammlung in Boston zusammen, der Otis präsidirte; man beschloß „auf die äußerste Gefahr Lebens und Vermögens hin die Rechte, Freiheiten und Privilegien aufrecht zu erhalten und^zA verfechten", und Erklärte, nur mit freier Einwilligung der Colonisten könne Geld in der Colonie erhoben und ein stehendes Heer unterhalten werden. Otis wies auf die vierhundert Musketen hin, die man habe, um Attentate auf die Freiheit zurückzuweisen. Ferner sollte sich — so verabredete man — Jeder mit Munition und Waffen versehen, wofür man die Bedrohung durch einen Krieg mit Frankreich zum Vorwande nahm, mit demselben Frankreich, welches aus Leibeskräften die Opposition begünstigte.
Durch Cirkular seines Ausschusses lud Boston die ganze Colonie zur Beschickung eines Conventes ein, handelte somit ganz revolutionär und von der englischen Regierung unabhängig. Der durch 96 Städte und 8 Distrikte beschickte Convent wurde am 22. Sept. in Faneuil Hall zu Boston eröffnet und die Aufforderung des Gouverneurs auseinander zu gehen verlacht. Auf Befehl des Senats wurde die Ablehnung des Begehrens Truppen in die Grenzboten III. 1876. 11